Airbus A320 Neo von Easyjet: Der Billigflieger bekommt Nachschub.

EasyjetAussteigen oder weiterfliegen? Passagiere stimmen per Handzeichen ab

Ein Flug von Easyjet musste statt in Gatwick in Luton landen. Dann stellte der Kapitän die Reisenden vor eine Wahl.

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Verspätungen, Umleitungen und selbst nach der Landung noch Wartezeiten – im Flugchaos in diesem Sommer haben Reisende alles erlebt. Manchmal sogar vielfach. An Bord von Easyjet spielte sich jetzt aber etwas ab, was es so wohl nicht so oft gegeben hat. Die Reisenden konnten abstimmen, wie es weitergeht.

Ein Flugzeug der Airline war mit Ziel London-Gatwick mit Verspätung unterwegs. Wegen Gewittern wurde es aber nach London-Luton umgeleitet. Eigentlich mit dem Ziel, weiter nach Gatwick zu fliegen, wenn das wieder möglich ist.

Abstimmung an Bord

In einem Video auf Instagram ist zu hören, wie der Pilot via Lautsprecher erklärt, er rechne damit, dass es aufgrund der Einschränkungen im Flugverkehr mindestens eine Stunde dauern werde bis zur Weiterreise nach Gatwick. Daher bittet er die Reisenden, kundzutun, wie sie sich das weitere Vorgehen vorstellen. Er gibt den Fluggästen die Wahl.

Jene, die lieber in Luton aussteigen möchten und den Flug nicht fortsetzen wollen, sollen dies durch Hochhalten ihrer Hand signalisieren. Die Alternative war, auf dem Vorfeld zu warten und danach nach Gatwick zu fliegen. Eine Flugbegleiterin schreitet daraufhin den Mittelgang ab und zählt das Abstimmungsergebnis.

Doch besser Stein-Schere-Papier?

Im Video ist zu hören, wie ein Passagier die ganze Situation als «Witz» bezeichnet und anmerkt, die Besatzung könnte auch mit Stein-Schere-Papier darüber entscheiden, wie es mit dem Flug weitergehen soll. Gegenüber dem Portal Simpleflying erklärte Easyjet, die Einschränkungen im Flugverkehr liegen außerhalb ihres Einflussbereichs: «Wir bedauern jedoch alle Unannehmlichkeiten, die dadurch entstanden sind».

Kein Bus in Luton

Für die Passagiere des verspäteten und umgeleiteten Flugs ging der Verdruss nach der ungewöhnlichen Abstimmung an Bord weiter, wie die Zeitung «The Sun» berichtet. Der Flieger blieb in London Luton. Doch das Verlassen des Flugzeugs verzögerte sich in Luton um zwei Stunden verzögert, weil aufgrund von Personalmangel kein Bus zur Verfügung stand, der die Passagiere hätte zum Terminal bringen können. Danach habe man auch noch lange aufs Gepäck warten müssen.

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