Anflug auf Tel Aviv: Ausländische Fluglinien sind unzufrieden.

EntschädigungenAusländische Airlines drohen Israel mit langem Flugstopp

Auch ausländische Airlines müssen in Israel bei kurzfristigen Absagen die Passagiere entschädigen. Solange Krieg herrsche, müsste diese Regel ausgesetzt werden, fordern nun British Airways, Delta, Easyjet und Co. Sonst gebe es einen langen Flugstopp.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Nicht nur die Europäische Union und die USA kennen Fluggastrechte. Auch in Israel haben Fluggesellschaften Passagiere zu entschädigen, wenn sie Flüge kurzfristig annullieren. Bei Stornierungen, die weniger als 14 Tage vor dem Abflug erfolgen, müssen sie zwischen 1100 bis 1500 Schekel (etwa 274 bis 373 Euro) an die Gäste zahlen.

Genau das ist 15 ausländischen Fluggesellschaften vor dem Hintergrund der instabilen Sicherheitslage in der Region ein Dorn im Auge. Denn in den vergangenen Monaten mussten sie wegen des Krieges in Gaza und im Libanon und den Angriffen von verfeindeten Staaten auf Israel ihre Flüge immer wieder kurzfristig annullieren - obwohl sie selbst absolut nichts dafür konnten. Das kommt sie teuer zu stehen.

Es gab bereits einmal Spezialregelungen für den Krieg

In einem Brief an den Wirtschaftsausschuss der Knesset fordern nun 15 ausländische Airlines eine Änderung der Praxis, wie die Zeitung Haaretz berichtet. Die derzeitige Sicherheitslage mache Flüge nach Israel nicht nur riskant, sondern wegen den drohenden Entschädigungen auch teuer. Ohne eine Änderung des Gesetzes seien sie einem zu hohen finanziellen Risiko ausgesetzt, so die Unternehmen.

Zu den Unterzeichnern des Briefes gehören gemäß dem Blatt unter anderen British Airways, Delta Air Lines, Easyjet, Iberia und Wizz Air. Sie argumentieren, der Grund für die Stornierungen sei höhere Gewalt. Daher müssten sie auch keine Entschädigungen zahlen. Bereits früher gab es einmal eine Regelung für eine solch spezielle Situation, welche die Entschädigung in Kriegszeiten limitierte, allerdings nur für den Zeitraum vom 8. Oktober bis zum 30. November 2023.

Kaum noch ausländische Fluggesellschaften

Die Fluglinien fordern dringend eine befristete Gesetzgebung, um sie zu ermutigen, während des Krieges ihre Flüge nach Israel wieder aufzunehmen. Ohne diese Maßnahme werde der temporäre zu einem längerfristigen Flugstopp, erklären sie. Lufthansa Group beispielsweise hat ihre Flüge vorerst bis zum 25. November ausgesetzt. Nur noch ganz wenige ausländische Airlines fliegen aktuell ins Land, darunter Air Europa, Corendon, Etihad oder Hainan Airlines.

Mehr zum Thema

Boeing 737-800 von El Al: Probleme in der Türkei.

El Al fehlt wegen Krieg Personal - und muss Plätze rationieren

Flugzeuge von El Al: Aktuell komplett ausgebucht.

El Al ächzt unter übervollen Fliegern

ATR 72 in den Farben von Air Haifa: Die neue Airline erwartet ihr erstes Flugzeug im Juli.

In Israel startet trotz Krieg in Gaza eine neue Airline

Flugzeug von Brussels Airlines: Die Tel-Aviv-Einsätze sind bei der Crews offenbar nicht beliebt.

Gewerkschaft droht Brussels Airlines wegen Flügen nach Israel mit Streik

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies