Lange Warteschlangen beim Boarding: Das Anstehen könnte dank einer simplen Methode bald ein Ende haben.

Neues PatentEin Teppich soll das Einsteigen erleichtern

Ein Teppich soll helfen, das Einsteigen ins Flugzeug zu beschleunigen. Wir stellen aus diesem Anlass noch weitere Boarding-Methoden vor.

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Es dauert lange und nervt: Das Boarding. Deshalb arbeiten Airlines, Flugzeugbauer und Fans eifrig daran, Methoden zu finden, wie man die Einsteigezeit minimieren kann. Denn jede Minute auf dem Boden kostet. Nun soll ausgerechnet ein Teppich Abhilfe schaffen und das Einsteigen verkürzen. aeroTELEGRAPH stellt zunächst andere Einsteige-Innovationen, und dann den Teppich vor. Sehen Sie, welche Methoden Chancen haben könnten:

Von hinten nach vorne die Maschine füllen:

Viele Airlines wenden die wahrscheinlich allen bekannte Methode an, dass sie nach Sitznummern aufgerufen werden. Zuerst die hinteren, dann allmählich die mittleren und vorderen Reihen. Dies ist nach Tests die langsamste Methode, da sich die Passagiere alle im Weg stehen und somit die Wartezeit verlängert wird. Auch bei der Aufteilung in Sektoren ergibt sich dasselbe Problem: Die Leute stehen sich nur auf den Füssen.

Zuerst die Fenstersitze:

Schon etwas schneller ist die Methode, zuerst die Fenstersitze und dann erst Mittelgang- bzw. Gangsitz-Passagiere einsteigen zu lassen. Aber auch da gibt es noch Spielraum nach oben.

Das Zufallsprinzip:

«Ordnung ist was für Primitive. Das Genie beherrscht Chaos», pflegte schon Albert Einstein zu sagen. Erstaunlicherweise ist die Methode des Boardings nach Zufallsprinzip die schnellste und kommt noch vor den beiden «geplanten» Methoden ins Ranking. Dies merkte auch Southwest Airlines in den USA oder bislang Ryanair in Europa.

Die Steffen-Methode

Der Physiker Jason Steffen hatte seine Idee als er in Seattle anstehen musste. Ähnlich wie die Outside-in-Methode dürfen die Passagiere am Fenster zuerst boarden. Allerdings dürfen nicht alle Passagiere nacheinander in der Reihennummer boarden, sondern abwechselnd. Die Fensterplätze zuerst, dann die Mittel- und dann die Gangsitze. Dadurch haben die Passagiere mehr Platz und behindern sich nicht gegenseitig.

Der fliegende Teppich:

Für die neuste Idee wird lediglich ein 2.5 Meter breiter und 8 Meter langer Teppich verwendet, welcher alle Sitze wie im Originalflugzeug abbildet. Entworfen hat es ein Ingenieur der University of New South Wales. Laut der Methode werden die ersten 30 bis 40 Passagiere gebeten auf ihre Sitznummer zu stehen. So wird die zufällige Auswahl der ersten Passagiergruppe nach Sitznummern geordnet und kann danach gemütlich verteilt auf das ganze Flugzeug ihren Sitz aufsuchen. In wenigen Minuten kann sich so die nächste Gruppe positionieren. Im Gegensatz zur langsamsten Methode wird die Einsteigezeit nun um bis zu 50 Prozent verkürzt.

Ob sich diese Methode aber nun durchsetzen wird ist eine andere Frage. Sie wäre zumindest eine simple Methode, die einfach zu verstehen und schnell durchführbar wäre. Ebenfalls könnten sich die Airlines wertvolle Minuten am Boden sparen.

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