Tobias Grosche, Professor für Luftverkehrsmanagement und Studiengangsleiter Aviation Management Hochschule Worms

Sieben Fragen an ... «Auf dem Jumpseat von Mannheim nach Hamburg»

Tobias Grosche, Professor für Luftverkehrsmanagement und Studiengangsleiter Aviation Management (MBA) bei der Hochschule in Worms, über Lieblingsdestinationen, Gang oder Fenster und schöne Erlebnisse an Bord.

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1. Wohin führte Ihr letzter Flug?

Nach Istanbul zu einem Treffen mit einer Partnerhochschule. Wie so häufig sieht eine «Mega-City» aus der Luft ruhig und friedlich aus, umso quirliger geht es dann am Boden zu. Und der eigene Blick auf den Bosporus und die Trennlinie zwischen Europa und Asien, die man vielleicht nur von der Landkarte kennt, ist beeindruckend.

2. Welches ist Ihre absolute Lieblingsdestination?

Die gibt es nicht, ich freue mich über jedes neue Ziel und Erfahrung. Grundsätzlich stehen aber Vancouver und Japan auf meiner Wunschliste. Und nach einer anstrengenden Reise freue ich mich auf meinen Heimatflughafen Frankfurt.

3. Was war Ihr schönstes Erlebnis an Bord?

Ein Flug mit Continental Airlines von Miami nach Amsterdam vor langer Zeit. Ich war Student und wurde in eine Klasse upgegradet, die zwischen der First- und Business-Class angesiedelt war. Ein Mitflug auf dem Jumpseat im Cockpit von Mannheim nach Hamburg und zurück bleibt auch unvergessen.

4. Und welches war Ihr schlimmstes Flugerlebnis?

Ich kann mich zwar durchaus an einzelne Situationen auf Flügen in engen Mittelsitzen und mit wenig Bewegungsfreiheit erinnern, aber ansonsten genieße ich eigentlich jeden Flug. Selbst ein Flug vor langer Zeit, bei dem es wegen eines ausgefallenen Triebwerks und weiteren technischen Problemen eine Zwischenlandung mit am Ende mehr als 24 Stunden Verspätung gab, habe ich in positiver Erinnerung.

5. Fenster oder Gang?

Immer Fenster. Ich schaue mir gerne die Landschaft und Städte von oben an, ebenso die Aktivitäten auf den Flughäfen etc. Außerdem ist es – den Umständen entsprechend – gemütlicher und ruhiger.

6. Welcher Flughafen ist für Sie der Schönste?

Das kommt immer drauf an. Der Anflug auf Nizza ist einfach traumhaft. Mit Amsterdam verbinde ich effiziente Prozesse und ein tolles Passagiererlebnis im Terminal. Und in Zürich finde ich die Koordination des Verkehrs auf den Start- und Landebahnen aufgrund des Airport-Layouts spannend. Grundsätzlich finde ich Stadtflughäfen immer sehr reizvoll, und ich bin sehr froh, dass ich Tempelhof noch als Flughafen erleben konnte.

7. Und wohin reisen Sie das nächste Mal?

Vermutlich nach Riga oder Tallin. Wir organisieren einen Workshop mit einer Partnerhochschule in Estland, die allerdings etwas abseits der großen Flughäfen liegt. Aber die notwendige Reise über Land macht es dann möglich, ein Land auch abseits der großen Städte und üblichen Routen näher kennenzulernen.

In der Rubrik «Sieben Fragen an…» stellt aeroTELEGRAPH Menschen aus der Luftfahrt- und Reisebranche immer die gleichen sieben Fragen.

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