Flugzeug von Asiana: Bald weniger im Einsatz

SparprogrammAsiana verkleinert Flotte und Streckennetz

Die südkoreanische Fluggesellschaft hat finanzielle Probleme. Deshalb plant Asiana Einsparungen.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Asiana ist angeschlagen. Die zweitgrößte südkoreanische Fluggesellschaft flog 2018 einen hohen Verlust von umgerechnet 75 Millionen Euro ein. Ungereimtheiten in der Buchführung sorgten letzten Monat zudem dafür, dass die Aktien des Unternehmens vom Handel ausgesetzt wurden.

Das Management von Asiana hat darum diese Woche einen Notfallplan angekündigt, um die Zahlungsfähigkeit nicht zu gefährden. Aktuell hat die Fluggesellschaft Schulden von 3,2 Billionen Won oder umgerechnet 2,5 Milliarden Euro. Davon wird ein Drittel dieses Jahr fällig. Um sie zu verringern, will das Unternehmen jetzt Vermögenswerte verkaufen.

Besseres Rating

Damit wollen die Südkoreaner kurzfristig an frische Mittel kommen und ihr Kreditrating verbessern. Asiana befürchtet, dass sonst hohe Rückzahlungen an Gläubiger folgen könnten. Der erst kürzlich zum Vize-Chef beförderte Han Chang-soo kündigte das Vorhaben seinen Mitarbeitern in einer internen Mail an.

Um die finanzielle Basis weiter zu verbessern, sieht der von Asiana eigens eingerichtete Krisenstab weitere Schritte vor. So soll sich die Airline künftig auf profitable Routen konzentrieren und dafür schwächere Verbindungen streichen. Da dadurch weniger Flugzeuge gebraucht werden, schließen die Manager auch eine Verkleinerung der Flotte nicht aus. Welche Strecken und Flugzeugtypen davon betroffen sein werden, bleibt bisher aber noch unbekannt.

Gefahr für die A380?

Gefährlich könnte dies für die sechs Airbus A380 werden, die Asiana betreibt, wie gewisse Branchenexperten befürchten. Weil er als schwer auslastbar gilt und deshalb nur auf wenigen Strecken Gewinne einfliegen kann, verging in den letzten Monaten bereits vielen anderen Betreiber die Lust am Superjumbo. So verkleinern Air France und Lufthansa die Anzahl ihrer A380.

Emirates löste Kaufoptionen nicht ein und Qatar Airways will das Flugzeug in fünf Jahren komplett ausmustern. Die finanziell ebenfalls angeschlagenen Malaysia Airlines zog den A380 sogar bereits letztes Jahr aus dem regelmäßigen Liniendienst ab und versucht sich mit ihm jetzt im Charterverkehr für Pilger-Reisen. Offiziell ist dazu von Asiana indes noch nichts verlautet.

Mehr zum Thema

Asiana: Die südkoreanische Fluggesellschaft wurde vom Konkurrenten Korean Air übernommen. Der entscheidet auch über die Zukunft der A380.

Asiana droht finanzieller Engpass

Neue koreanische Billigairline startet mit deutscher Hilfe

Neue koreanische Billigairline startet mit deutscher Hilfe

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Video

amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die verunglückte ATR 72 von Buddha Air: Überschoss die Landebahn in Bhadrapur.
Bei der Landung in Bhadrapur konnte eine ATR 72 von Buddha Air nicht rechtzeitig abbremsen. Sie schoss 300 Meter über die Piste hinaus. Sieben Menschen wurden dabei verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin