Flugzeug von Asiana: Bald weniger im Einsatz

SparprogrammAsiana verkleinert Flotte und Streckennetz

Die südkoreanische Fluggesellschaft hat finanzielle Probleme. Deshalb plant Asiana Einsparungen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Asiana ist angeschlagen. Die zweitgrößte südkoreanische Fluggesellschaft flog 2018 einen hohen Verlust von umgerechnet 75 Millionen Euro ein. Ungereimtheiten in der Buchführung sorgten letzten Monat zudem dafür, dass die Aktien des Unternehmens vom Handel ausgesetzt wurden.

Das Management von Asiana hat darum diese Woche einen Notfallplan angekündigt, um die Zahlungsfähigkeit nicht zu gefährden. Aktuell hat die Fluggesellschaft Schulden von 3,2 Billionen Won oder umgerechnet 2,5 Milliarden Euro. Davon wird ein Drittel dieses Jahr fällig. Um sie zu verringern, will das Unternehmen jetzt Vermögenswerte verkaufen.

Besseres Rating

Damit wollen die Südkoreaner kurzfristig an frische Mittel kommen und ihr Kreditrating verbessern. Asiana befürchtet, dass sonst hohe Rückzahlungen an Gläubiger folgen könnten. Der erst kürzlich zum Vize-Chef beförderte Han Chang-soo kündigte das Vorhaben seinen Mitarbeitern in einer internen Mail an.

Um die finanzielle Basis weiter zu verbessern, sieht der von Asiana eigens eingerichtete Krisenstab weitere Schritte vor. So soll sich die Airline künftig auf profitable Routen konzentrieren und dafür schwächere Verbindungen streichen. Da dadurch weniger Flugzeuge gebraucht werden, schließen die Manager auch eine Verkleinerung der Flotte nicht aus. Welche Strecken und Flugzeugtypen davon betroffen sein werden, bleibt bisher aber noch unbekannt.

Gefahr für die A380?

Gefährlich könnte dies für die sechs Airbus A380 werden, die Asiana betreibt, wie gewisse Branchenexperten befürchten. Weil er als schwer auslastbar gilt und deshalb nur auf wenigen Strecken Gewinne einfliegen kann, verging in den letzten Monaten bereits vielen anderen Betreiber die Lust am Superjumbo. So verkleinern Air France und Lufthansa die Anzahl ihrer A380.

Emirates löste Kaufoptionen nicht ein und Qatar Airways will das Flugzeug in fünf Jahren komplett ausmustern. Die finanziell ebenfalls angeschlagenen Malaysia Airlines zog den A380 sogar bereits letztes Jahr aus dem regelmäßigen Liniendienst ab und versucht sich mit ihm jetzt im Charterverkehr für Pilger-Reisen. Offiziell ist dazu von Asiana indes noch nichts verlautet.

Mehr zum Thema

Asiana: Die südkoreanische Fluggesellschaft wurde vom Konkurrenten Korean Air übernommen. Der entscheidet auch über die Zukunft der A380.

Asiana droht finanzieller Engpass

Neue koreanische Billigairline startet mit deutscher Hilfe

Neue koreanische Billigairline startet mit deutscher Hilfe

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Video

privatjet nigeria landung
Eine Bombardier Challenger 600 musste in Nigeria außerhalb des Flughafens Asaba auf einer Straße aufsetzen. Während alle Insassen unverletzt blieben, sorgte wenige Stunden später ein eigenmächtiger Start des Privatjets für Ermittlungen der Luftfahrtbehörden.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Papst Leo: Offenbar auch ein Luftfahrtfan.
Kampfjet-Eskorte, Funkkontakt und ein Platz auf dem Jumpseat: Papst Leo XIV. erlebte bei einem Flug durch Spanien einen besonderen Moment.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Draco Aircraft will die Draco Hyper-Stol in Serie bauen: Entwickelt wurde sie von einem Tüftler aus den USA.
Ein Motorausfall über Utah brachte Mike Patey dazu, ein Buschflugzeug mit einer Turboprop-Turbine auszustatten. Das Flugzeug wurde zum Hit. Nun will ein polnisches Startup das Konzept zur Serienreife bringen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies