Flugzeug von Asiana: Bald weniger im Einsatz

SparprogrammAsiana verkleinert Flotte und Streckennetz

Die südkoreanische Fluggesellschaft hat finanzielle Probleme. Deshalb plant Asiana Einsparungen.

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Asiana ist angeschlagen. Die zweitgrößte südkoreanische Fluggesellschaft flog 2018 einen hohen Verlust von umgerechnet 75 Millionen Euro ein. Ungereimtheiten in der Buchführung sorgten letzten Monat zudem dafür, dass die Aktien des Unternehmens vom Handel ausgesetzt wurden.

Das Management von Asiana hat darum diese Woche einen Notfallplan angekündigt, um die Zahlungsfähigkeit nicht zu gefährden. Aktuell hat die Fluggesellschaft Schulden von 3,2 Billionen Won oder umgerechnet 2,5 Milliarden Euro. Davon wird ein Drittel dieses Jahr fällig. Um sie zu verringern, will das Unternehmen jetzt Vermögenswerte verkaufen.

Besseres Rating

Damit wollen die Südkoreaner kurzfristig an frische Mittel kommen und ihr Kreditrating verbessern. Asiana befürchtet, dass sonst hohe Rückzahlungen an Gläubiger folgen könnten. Der erst kürzlich zum Vize-Chef beförderte Han Chang-soo kündigte das Vorhaben seinen Mitarbeitern in einer internen Mail an.

Um die finanzielle Basis weiter zu verbessern, sieht der von Asiana eigens eingerichtete Krisenstab weitere Schritte vor. So soll sich die Airline künftig auf profitable Routen konzentrieren und dafür schwächere Verbindungen streichen. Da dadurch weniger Flugzeuge gebraucht werden, schließen die Manager auch eine Verkleinerung der Flotte nicht aus. Welche Strecken und Flugzeugtypen davon betroffen sein werden, bleibt bisher aber noch unbekannt.

Gefahr für die A380?

Gefährlich könnte dies für die sechs Airbus A380 werden, die Asiana betreibt, wie gewisse Branchenexperten befürchten. Weil er als schwer auslastbar gilt und deshalb nur auf wenigen Strecken Gewinne einfliegen kann, verging in den letzten Monaten bereits vielen anderen Betreiber die Lust am Superjumbo. So verkleinern Air France und Lufthansa die Anzahl ihrer A380.

Emirates löste Kaufoptionen nicht ein und Qatar Airways will das Flugzeug in fünf Jahren komplett ausmustern. Die finanziell ebenfalls angeschlagenen Malaysia Airlines zog den A380 sogar bereits letztes Jahr aus dem regelmäßigen Liniendienst ab und versucht sich mit ihm jetzt im Charterverkehr für Pilger-Reisen. Offiziell ist dazu von Asiana indes noch nichts verlautet.

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