Flugzeug von Asiana: Bald weniger im Einsatz

SparprogrammAsiana verkleinert Flotte und Streckennetz

Die südkoreanische Fluggesellschaft hat finanzielle Probleme. Deshalb plant Asiana Einsparungen.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Asiana ist angeschlagen. Die zweitgrößte südkoreanische Fluggesellschaft flog 2018 einen hohen Verlust von umgerechnet 75 Millionen Euro ein. Ungereimtheiten in der Buchführung sorgten letzten Monat zudem dafür, dass die Aktien des Unternehmens vom Handel ausgesetzt wurden.

Das Management von Asiana hat darum diese Woche einen Notfallplan angekündigt, um die Zahlungsfähigkeit nicht zu gefährden. Aktuell hat die Fluggesellschaft Schulden von 3,2 Billionen Won oder umgerechnet 2,5 Milliarden Euro. Davon wird ein Drittel dieses Jahr fällig. Um sie zu verringern, will das Unternehmen jetzt Vermögenswerte verkaufen.

Besseres Rating

Damit wollen die Südkoreaner kurzfristig an frische Mittel kommen und ihr Kreditrating verbessern. Asiana befürchtet, dass sonst hohe Rückzahlungen an Gläubiger folgen könnten. Der erst kürzlich zum Vize-Chef beförderte Han Chang-soo kündigte das Vorhaben seinen Mitarbeitern in einer internen Mail an.

Um die finanzielle Basis weiter zu verbessern, sieht der von Asiana eigens eingerichtete Krisenstab weitere Schritte vor. So soll sich die Airline künftig auf profitable Routen konzentrieren und dafür schwächere Verbindungen streichen. Da dadurch weniger Flugzeuge gebraucht werden, schließen die Manager auch eine Verkleinerung der Flotte nicht aus. Welche Strecken und Flugzeugtypen davon betroffen sein werden, bleibt bisher aber noch unbekannt.

Gefahr für die A380?

Gefährlich könnte dies für die sechs Airbus A380 werden, die Asiana betreibt, wie gewisse Branchenexperten befürchten. Weil er als schwer auslastbar gilt und deshalb nur auf wenigen Strecken Gewinne einfliegen kann, verging in den letzten Monaten bereits vielen anderen Betreiber die Lust am Superjumbo. So verkleinern Air France und Lufthansa die Anzahl ihrer A380.

Emirates löste Kaufoptionen nicht ein und Qatar Airways will das Flugzeug in fünf Jahren komplett ausmustern. Die finanziell ebenfalls angeschlagenen Malaysia Airlines zog den A380 sogar bereits letztes Jahr aus dem regelmäßigen Liniendienst ab und versucht sich mit ihm jetzt im Charterverkehr für Pilger-Reisen. Offiziell ist dazu von Asiana indes noch nichts verlautet.

Mehr zum Thema

Asiana: Die südkoreanische Fluggesellschaft wurde vom Konkurrenten Korean Air übernommen. Der entscheidet auch über die Zukunft der A380.

Asiana droht finanzieller Engpass

Neue koreanische Billigairline startet mit deutscher Hilfe

Neue koreanische Billigairline startet mit deutscher Hilfe

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack