Maschine von Avianca: Die Fluggesellschaft sorgt in Argentinien für Aufsehen.

Staatsanwalt ermitteltArgentiniens Präsident wegen Avianca unter Druck

In Argentinien will ein Staatsanwalt eine Untersuchung gegen Präsident Mauricio Macri eröffnen. Es geht um Avianca. Auch die Chefs der Airline kommen auf den Prüfstand.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Argentinien ist als Luftfahrtmarkt heiß begehrt: Im Februar 2017 gab die Luftfahrtbehörde Anac fünf Fluggesellschaften grünes Licht für insgesamt mehr als hundert Routen. Mit dabei: Avian Líneas Aéreas mit 14 nationalen und 2 internationalen Verbindungen. Hinter dem Namen steht die kolumbianische Avianca.

Sie hatte sich für den Markteintritt in Argentinien mit einem besonderen Manöver in Stellung gebracht: Im März 2016 kaufte die Synergy Group über die der kolumbianisch-brasilianische Geschäftsmann Germán Efromovich Avianca kontrolliert, die argentinische Airline Macair Jet. Die hatte bis dahin zum Firmennetzwerk von Franco Macri, gehört, dem Vater des argentinischen Präsidenten Mauricio Macri. Die Fluggesellschaft heißt unter dem neuen Besitzer nun Avian Líneas Aéreas, soll aber unter dem Namen Avianca Argentina auftreten.

Auch Efromovich und Anac-Chef im Visier

All das sorgt nun für Ärger: Wie argentinische Medien berichten, hat Staatsanwalt Jorge Di Lello bei einem Richter beantragt, eine Ermittlung gegen Präsident Macri, dessen Vater und den Generalsekretär des Präsidenten zu eröffnen. Geprüft werden soll unter anderem der Vorwurf der Unterschlagung zu Lasten der öffentlichen Verwaltung. Zuvor hatten Vertreter der Opposition eine Untersuchung des Macair-Jet-Verkaufs gefordert und den Verdacht geäußert, Macri und Co könnten Avianca den Eintritt in den profitablen Markt erleichtert und daran verdient haben.

Der Staatsanwalt will nun untersuchen, wie und zu welchen Konditionen der Deal über die Bühne ging. Der Chef des Ministerkabinetts Marcos Peña verteidigte den Präsident und sagte: «Es gibt keinen Interessenkonflikt.»

Unbekannte Firma

Di Lello will derweil auch Argentiniens Verkehrsminister Guillermo Dietrich und Anac-Chef Pedro Irigoin unter die Lupe nehmen. EbensoGermán Efromovich und - aufgeführt als Avian-Chef - Carlos Benjamín Colunga López. Spannend: Colunga López stand  schon an der Spitze von Macair Jet und soll laut argentinischen Medien ein Vertrauter von Franco Macri sein. Ebenfalls auf der Liste des Staatsanwaltes steht offenbar ein weiterer Mann mit diesem Nachnamen: Diego Martín Colunga López von einer Firma namens Unidos Air S.A., zu der sich aber keine weiteren Angaben finden.

Wer das Original-Dokument von Staatsanwalt Jorge Di Lello lesen will, findet es auf der Webseite der Zeitung Clarin.

Mehr zum Thema

Zwei Flugzeuge der Flugschule Flying Parrot: Ein Fluglehrer der Flugschule hat am 4. Juli mutmaßlich Selbstmord begangen.

Fluglehrer springt während Flug aus Cessna – Flugschülerin muss alleine landen

Joy Airline: Will auf kleine Jets setzen.

In Argentinien ist eine neue Airline in Planung - und der Chef ist kein Unbekannter

Blick aus einem Airbus A320 von Latam auf den südlichen Teil von Ostfalkland: Missgeschick bei British Airways.

British Airways zeigt auf Falklandinseln argentinischen Namen

ticker domus airways

Domus Airways: Neue argentinische Airline vor dem Start - mit speziellem Konzept

Video

De Havilland Canada Dash 8-400 von Air Uniqon: Die Flüge werden von Avanti Air durchgeführt.
Die Erwartungen waren groß, die Nachfrage offenbar zu klein. Air Uniqon hat ihre Verbindung zwischen Friedrichshafen und Düsseldorf nach gut einem halben Jahr eingestellt. Für die virtuelle deutsche Airline wird nun der Winter zur entscheidenden Bewährungsprobe.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A350 F bei den Bodenschwingungstests: Der Flieger wird kräftig durchgeschüttelt.
Vor dem Einsatz muss ein neues Flugzeug zahlreiche Erprobungen bestehen. Airbus hat nun die Bodenvibrationstests des A350 F abgeschlossen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse über das Schwingungsverhalten des Frachters und bilden die Grundlage für die Flugerprobung.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack