Maschine von Avianca: Die Fluggesellschaft sorgt in Argentinien für Aufsehen.

Staatsanwalt ermitteltArgentiniens Präsident wegen Avianca unter Druck

In Argentinien will ein Staatsanwalt eine Untersuchung gegen Präsident Mauricio Macri eröffnen. Es geht um Avianca. Auch die Chefs der Airline kommen auf den Prüfstand.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Argentinien ist als Luftfahrtmarkt heiß begehrt: Im Februar 2017 gab die Luftfahrtbehörde Anac fünf Fluggesellschaften grünes Licht für insgesamt mehr als hundert Routen. Mit dabei: Avian Líneas Aéreas mit 14 nationalen und 2 internationalen Verbindungen. Hinter dem Namen steht die kolumbianische Avianca.

Sie hatte sich für den Markteintritt in Argentinien mit einem besonderen Manöver in Stellung gebracht: Im März 2016 kaufte die Synergy Group über die der kolumbianisch-brasilianische Geschäftsmann Germán Efromovich Avianca kontrolliert, die argentinische Airline Macair Jet. Die hatte bis dahin zum Firmennetzwerk von Franco Macri, gehört, dem Vater des argentinischen Präsidenten Mauricio Macri. Die Fluggesellschaft heißt unter dem neuen Besitzer nun Avian Líneas Aéreas, soll aber unter dem Namen Avianca Argentina auftreten.

Auch Efromovich und Anac-Chef im Visier

All das sorgt nun für Ärger: Wie argentinische Medien berichten, hat Staatsanwalt Jorge Di Lello bei einem Richter beantragt, eine Ermittlung gegen Präsident Macri, dessen Vater und den Generalsekretär des Präsidenten zu eröffnen. Geprüft werden soll unter anderem der Vorwurf der Unterschlagung zu Lasten der öffentlichen Verwaltung. Zuvor hatten Vertreter der Opposition eine Untersuchung des Macair-Jet-Verkaufs gefordert und den Verdacht geäußert, Macri und Co könnten Avianca den Eintritt in den profitablen Markt erleichtert und daran verdient haben.

Der Staatsanwalt will nun untersuchen, wie und zu welchen Konditionen der Deal über die Bühne ging. Der Chef des Ministerkabinetts Marcos Peña verteidigte den Präsident und sagte: «Es gibt keinen Interessenkonflikt.»

Unbekannte Firma

Di Lello will derweil auch Argentiniens Verkehrsminister Guillermo Dietrich und Anac-Chef Pedro Irigoin unter die Lupe nehmen. EbensoGermán Efromovich und - aufgeführt als Avian-Chef - Carlos Benjamín Colunga López. Spannend: Colunga López stand  schon an der Spitze von Macair Jet und soll laut argentinischen Medien ein Vertrauter von Franco Macri sein. Ebenfalls auf der Liste des Staatsanwaltes steht offenbar ein weiterer Mann mit diesem Nachnamen: Diego Martín Colunga López von einer Firma namens Unidos Air S.A., zu der sich aber keine weiteren Angaben finden.

Wer das Original-Dokument von Staatsanwalt Jorge Di Lello lesen will, findet es auf der Webseite der Zeitung Clarin.

Mehr zum Thema

Blick aus einem Airbus A320 von Latam auf den südlichen Teil von Ostfalkland: Missgeschick bei British Airways.

British Airways zeigt auf Falklandinseln argentinischen Namen

ticker domus airways

Domus Airways: Neue argentinische Airline vor dem Start - mit speziellem Konzept

Boeing 737 von Flybondi: Mängel bei der Wartung.

Defekte Werkzeuge, nicht zertifiziertes Personal und Wartungsfehler

Ein altes Video zeigt die LV-BGZ bei ihrem letzten Flug.

Argentinien versteigert drei McDonnell Douglas MD-80

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack