Banknoten Thailands mit dem Konterfei von König Rama X.: Majestätsbeleidigung ist im Land strafbar.

MajestätsbeleidungAngestellten von Thai Vietjet droht nach Aprilscherz Gefängnis

Am 1. April kündigte die thailändische Billigairline eine neue Route an - als Scherz. Nun drohen den Verantwortlichen von Thai Vietjet Gefängnisstrafen - wegen Majestätsbeleidigung.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Eigentlich  sollen Aprilscherze Menschen zum Lachen bringen. Doch es kommt auch immer wieder vor, dass einer der Witze nach hinten losgeht. In Thailand ist das nun im epischen Ausmaß passiert. Den Urhebern droht eine Gefängnisstrafe.

Social-Media-Mitarbeitende von Thai Vietjet Air kündigten am 1. April auf den Sozialen Medien eine neue Route an: Die Strecke zwischen München und Nan. Mit der Flotte des thailändischen Ablegers der vietnamesischen Billigairline ist das nicht annähernd möglich.

König und Gemahlin gemeint

Der Scherz zielte vielmehr darauf, den thailändischen König auf die Schippe zu nehmen. Denn Maha Vajiralongkorn oder Rama X. verbringt, was kein Geheimnis ist, sehr gern Zeit in München und in seiner Villa am Starnberger See. Seine Gemahlin Sineenat Wongvajiraphakdi, wurde in der Provinz Nan geboren. Keiner der beiden royalen Namen wurde im Tweet über die fiktive neue Strecke erwähnt.

Der König hatte Sineenat kurz nach seiner Krönung 2019 den Titel der königlichen Gemahlin verliehen. Anfang des Jahres hatte er das frühere Mitglied seiner persönlichen Leibwache geheiratet, die zur Königin Suthida wurde.

Vietjet Thai entschuldigt sich

Auch wenn alles eigentlich ziemlich unschuldig klingt: In Thailand herrschen mit die strengsten Gesetze gegen Majestätsbeleidigung. Bis zu 15 Jahre Gefängnis drohen Menschen, die das Staatsoberhaupt diffamieren. Auch gegen Thai Vietjet wird jetzt polizeilich in der Sache ermittelt. Die Mitarbeitenden, die für den mittlerweile gelöschten Post zuständig sind, müssen mit einer Strafe rechnen.

Der Chef der Fluggesellschaft hat auf die Empörung der Royalisten im Internet reagiert. Das verantwortliche Personal sei bis zum Abschluss einer Untersuchung suspendiert worden. «Ich möchte mich beim thailändischen Volk für diesen Vorfall entschuldigen», so Woranate Laprabang.

Mehr zum Thema

Airbus A321 Neo of Vietjet: Its long-haul sister aircraft A321 XLR probably has also been ordered.

Anonym bestellte A321 XLR gehen vermutlich an Vietjet

Flugbegleiterinnen von Vietjet: Bald auch auf Interkontinentalflügen unterwegs?

Bikini-Airline Vietjet will mit Airbus A330 auf die Langstrecke

Flugbegleiterinnen von Vietjet: Sie sind nur zu speziellen Anlässen leicht bekleidet.

Bikiniverbot für Vietjet

Airbus A330 Siam Wings: Die Airline hat enge Verbindungen nach Russland.

Thailands neue Langstrecken-Airline hat eine brisante Vorgeschichte

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack