Frachter von UPS in Anchorage: Der Frachtriese plant einen großen Ausbau des Drehkreuzes.

Wachsende Nachfrage durch OnlinehandelAlaskas Asien-Drehkreuz verhandelt über Millionen-Ausbau

Für Frachtflüge nach Asien ist Anchorage im US-Bundesstaat Alaska ein zunehmend beliebter Zwischenstopp. Nach Fedex kündigt auch UPS dort Ausbaupläne an.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Wenn Piloten gleich drei Start- und Landebahnen mit über drei Kilometer Länge zur Verfügung haben, dann stehen die Chancen hoch, dass sie sich auf einem großen Drehkreuz befinden. Zum Beispiel in Anchorage. Bis in die späten 1980er-Jahre stoppten in Alaskas größter Stadt unzählige große Passagierflieger. Auf der Strecke zwischen Nordamerika und Asien war der Airport für lange Flüge über den Pazifik die letzte oder erste Tankstelle.

Die immer weiter fliegenden Jets und zuverlässiger werdende Triebwerke ersparen Passagieren heute den Zwischenstopp im eisigen Nordwesten von Nordamerika. Doch als Drehkreuz für Frachtflugzeuge ist Anchorage immer noch ein gefragter Standort – vollgetankt dürfen Frachter mehr Ladung über den Pazifik transportieren. Mehr als 30 Frachtairlines stoppen deshalb noch immer in Anchorage und machen den Airport zum fünfgrößten Frachtflughafen der Welt. Platzhirsch UPS plant in Anchorage jetzt einen großen Ausbau des bisherigen Luftfrachtzentrums.

Verdopplung für Asien-Markt

UPS bestätigte nun Pläne, am Flughafen Anchorage eine zusätzliche Fläche mit einer Größe von mehr als zwölf Hektar anzumieten - etwa 20 Fußballfelder lassen sich darin unterbringen. Darauf möchte der Logistikkonzern neue Lagerhallen, Wartungseinrichtungen sowie Abstellplätze für ihre Boeing 747-8-Frachtflugzeuge errichten. Die neue Fläche lässt es zu, die Größe der bisherigen Abfertigungsanlagen zu verdoppeln, berichtet die Nachrichtenseite Anchorage Daily News.

Laut einer Mitteilung des Bundesstaates Alaska plant UPS, etwa 110 Millionen US-Dollar oder 99,4 Millionen Euro in den Ausbau zu investieren. Bereits im kommenden Jahr soll der Ausbau beginnen und bis 2022 abgeschlossen sein, geht aus einem Schreiben des Flughafens Anchorage hervor. Hauptmotivation für die Ausbaupläne des Logistikkonzerns in Anchorage ist vor allem der Boom im Online-Handel.

Zollparadies für Airlines

Trotz der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China blicken insbesondere Expressfracht-Airlines wie beispielsweise UPS, Fedex oder DHL Jahr für Jahr einer steigenden Nachfrage für Frachtflüge von und nach Asien entgegen. Als Knotenpunkt mit relativ kurzen Routen zwischen Nordamerika und Asien bietet sich Anchorage aber nicht nur wegen seines geografischen Vorteils an. Der Flughafen ist bei Frachtgesellschaften auch beliebt, weil dort Zollanforderungen stark gelockert sind.

Airlines spart dies im Vergleich zu anderen Flughäfen im zentralen Nordamerika Zeit - und damit auch Geld. UPS ist aus diesem Grund nicht die einzige Fluglinie, die in Anchorage expandieren möchte. Fedex, neben UPS die größte Frachtairline der USA, hat bereits im vergangenen August Pläne den Bau eines Umverteilungszentrums für Inlandssendungen angekündigt.

Auch Fedex schielt auf Asien

Für umgerechnet etwa 51 Millionen Euro möchte Fedex ein Frachtzentrum für Inlandssendungen in Anchorage bauen, berichtet die Nachrichtenseite Alaska Journal. Dieses wird etwa halb so groß wie das angestrebte UPS-Zentrum sein und soll die bisherigen Anlagen entlasten, damit diese vermehrt internationale Sendungen abfertigen können.

Auch die amerikanischen Unternehmen 6A-XL Aviation Alaska sowie Alaska Cargo and Cold Storage planen dort den Bau von Lager- und Kühlhallen für Luftfracht. Die geplanten Investitionen dieser beiden Unternehmen übersteigen die von UPS und Fedex dabei um ein Vielfaches. Insgesamt haben die geplanten Vorhaben für den Flughafen Anchorage ein Investitionsvolumen von umgerechnet 632 Millionen Euro.

Bis zu 1500 neue Jobs

Ob alle Vorhaben ein grünes Licht für den Bau bekommen, hängt von der staatlichen Betreibergesellschaft des Flughafens ab. Diese nahm Bewerbungen für die entsprechenden Grundstücke entgegen und verhandelt aktuell mit allen Unternehmen über die Mietbedingungen, sagt ein Sprecher des Airports. Bis zu 1500 neue Arbeitsplätze verspricht sich der Airport für den Fall, dass alle Projekte fertiggestellt werden können.

Mehr zum Thema

Flughafen Leipzig-Halle: Volga-Dnepr will seine Flüge der Boeing-Flotte bis 2030 von 20 auf 50 Flüge pro Woche erhöhen.

Volga-Dnepr plant markanten Ausbau in Leipzig

Bauarbeiten am Flughafen Lakeland Linder: Amazon kommt.

Amazon baut sich eigenes Florida-Drehkreuz

Flugzeug Nummer 50: Innerhalb weniger Jahre wurde SF Airlines zur Frachtgesellschaft mit der größten Flotte in China.

In China wächst ein neuer Frachtriese heran

Anflug: Heute landen wir auf einem Inselflughafen.

Wie gut kennen Sie sich mit Inselflughäfen aus?

Video

alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil