Antonov An-124 von Volga-Dnepr: Ärger um die Frachtriesen.

Gerichtsurteil aus der UkraineLeipzig soll An-124 von Volga-Dnepr beschlagnahmen

Ein Gericht in der Ukraine hat nach einer Klage von Antonov die Beschlagnahmung von An-124 von Volga-Dnepr angeordnet. Das betrifft auch einen deutschen Flughafen.

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Der Streit zwischen Volga-Dnepr und Antonov geht in die nächste Runde. Die beiden Unternehmen hatten ihr Joint Venture Ruslan International vor drei Jahren wegen politischer Zerwürfnisse beendet. Dass die russische Frachtgesellschaft die einst gemeinsam betriebenen Antonov An-124 nun im Alleingang einsetzt und wartet, ist dem ukrainischen Flugzeugbauer, der den Riesenfrachter einst entwickelt hatte, ein Dorn im Auge.

Vergangenes Jahr warf Antonov dem russischen Ex-Partner vor, Lufttauglichkeitszertifikate zu fälschen und die Flugzeuge somit illegal zu betreiben. Die ukrainische Polizei soll damals Ermittlungen aufgenommen haben. Nun spitzt sich der Konflikt nochmals zu. Ein Gericht in Kiew hat die Beschlagnahmung von fünf der zwölf Antonov An-124 von Volga-Dnepr angeordnet, wie das Fachtportal Air Cargo News berichtet. Die Ukrainer werfen Volga-Dnepr vor, die An-124 ohne Genehmigung zu warten und unlizensierte Ersatzteile zu verbauen.

Kein Flugzeug in der Ukraine

Doch für die ukrainischen Behörden gibt es ein Problem: Da sich keine der Maschinen in der Ukraine befindet, ist das Gericht bei der Durchsetzung des Urteils auf ausländische Behörden angewiesen - darunter auch deutsche. Denn Volga-Dnepr lässt An-124 am Flughafen Leipzig/Halle von ihrer Tochter Amtes Aircraft Maintenance and Engineering Service warten. Laut der Leipziger Volkszeitung befindet sich zurzeit einer der Frachtriesen am Flughafen, wird aber seit Januar gewartet und modernisiert und hebt nur zu Testflügen ab. Auch auf diese Maschine haben es die Ukrainer nun abgesehen.

Die Anwälte von Antonov erklärten, dass ausländische Flughäfen und Luftfahrtbehörden Starts und Landungen der betroffenen Antonov An-124 unterbinden sollten. Ob dem in Deutschland nachgekommen wird, ist noch völlig unklar. Auf Anfrage von aeroTELEGRAPH wollte sich der Betreiber des Leipziger Airports, die Mitteldeutsche Flughafen AG, nicht äußern. Dies sei kein Thema für den Flughafenbetreiber, so ein Sprecher. Wie Air Cargo News schreibt, bezeichnete Volga-Dnepr das Gerichtsurteil als rechtswidrig.

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