Der Eis-Flughafen von Alton Bay: Spektakel für ein paar Wochen pro Jahr.

Piste aus EisEin Flughafen für 26 Tage

Die meisten Flughäfen sind für die Ewigkeit gemacht. Der Alton Bay Ice Runway in den USA entsteht in wenigen Tagen und existiert auch nur rund vier Wochen lang.

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Der Winter in New Hampshire ist hart. Das Thermometer fällt im Bundesstaat im amerikanischen Nordosten zwischen Dezember und März meist weit unter Null. Schnee gibt es in Massen. Für Paul La Rochelle ist das die strengste Zeit des Jahres. Denn er ist Pistenchef des Alton Bay Ice Runway auf dem Winnipesaukee-See.

Wenn das Eis dick genug ist, wird die kleine Bucht am Südufer des Sees zum Flugplatz. La Rochelle pflügt dann eine rund 900 Meter lange Piste in den Schnee und putzt das Eis. Auch Standplätze legt er an. Auf dem Alton Bay Ice Runway – dem einzigen von der amerikanischen Aufsichtsbehörde FAA zugelassenen Eisflugplatz in den kontinentalen USA – landen Flieger in der Größe von maximal einer Beechcraft Bonanza 36 für sechs Passagiere. An Wochenenden kann es schon mal ganz schön geschäftig werden.

Wer hier landet, darf nicht bremsen

Der Anflug ist bei Hobbypiloten beliebt. Und das nicht nur, weil es keine Landegebühren gibt. Es ist auch eine seltene Gelegenheit. «Wir sind im Schnitt 23 bis 26 Tage offen», so La Rochelle zu aeroTELEGRAPH. Frühestens geht es Mitte Januar los. Am 15. März ist immer Schluss. So will es die Betriebsbewilligung.

Eines teilt La Rochelle jedem Piloten mit, der landen will: Keine Bremsen! Denn wer bremst, der kommt ins Schleudern. Der Flughafenmanager ist übrigens nicht arbeitslos, wenn das Eis geschmolzen ist. Denn im Frühjahr wird Alton Bay zur Basis für Wasserflugzeuge.

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