MD80 von Allegiant: Die Rutschen zu wenig überprüft.

MD80 machen Allegiant Ärger

Nach einem kleinen Zwischenfall musste die amerikanische Fluglinie zwischenzeitlich fast die ganze Flotte grounden. Schuld daran ist Allegiant Air selbst.

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Das Unheil nahm seinen Lauf vor einer Woche. Flug G4 436 von Allegiant Air rollte am vergangenen Montagnachmittag (16. September) am McCarran International Airport von Las Vegas gerade auf die Startbahn zu. Die McDonnell Douglas MD-83 sollte nach Peoria im Bundesstaat Illinois fliegen. Da zeigte eine Warnlampe den Piloten Rauch im hinteren Teil der Kabine an. Die sechsköpfige Crew beschloss daraufhin, die Maschine über die Notrutschen evakuieren zu lassen. Den 144 Passagieren an Bord des Fluges ist dabei nichts passiert.

Dennoch hat Allegiant Air nun größere Probleme. Bei der ersten Untersuchung stellte die amerikanische Aufsichtsbehörde FAA nämlich fest, dass die Fluglinie möglicherweise die Notrutschen nicht genügend oft überprüfte. Deshalb muss die Regionalfluggesellschaft nun die Inspektionen nachholen.

«Wir arbeiten rund um die Uhr»

Die Folge davon ist, dass Allegiant fast die ganze Flotte stilllegen musste. 52 Maschinen von insgesamt 66 Flugzeugen mussten aus dem Verkehr gezogen werden. Die betroffenen Maschinen stammen allesamt aus der MD-80-Familie. Dadurch fielen viele Flüge aus und es kam teilweise zu größeren Verspätungen. «Wir arbeiten rund um die Uhr, um die Situation mit den Notrutschen zu beheben», schreibt die Fluglinie aktuell auf ihrer Facebook-Seite. 18 Jets konnten bald nach der Maßnahme wieder in Betrieb genommen werden. Am Samstag waren schon wieder 22 MD80 flugtauglich.

Allegiant betreibt insgesamt eine Flotte von 66 Flugzeugen. Neben einem Airbus A319 und sechs Boeing 757-200 sind es ausschließlich Jets aus der MD-80-Familie (MD82, MD83, MD87 und MD88). Damit bedient die Airline 98 Destinationen in den USA.

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