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Alitalia greift Ryanair und Lufthansa an

Die Fluglinie kauft die Billigkonkurrenten Wind Jet und Blu Express. So will sie die Konkurrenz in Schach halten.

Airbus

Airbus A330 von Alitalia: Viele neue Töchter.

Die Konkurrenz an Italiens Himmel ist hammerhart. Und das spürt der einstige absolute Marktführer. Noch 12,5 Prozent Marktanteil besitzt Alitalia im internationalen Verkehr. Im Inland kontrolliert die Fluggesellschaft inzwischen weniger als die Hälfte des Marktes. 2011 sank der Anteil von 52,1 auf 49,7 Prozent. Schuld sind vor allem Billigflieger wie Ryanair und Easyjet, aber auch Airlines wie Lufthansa, die gezielt den italienischen Markt bearbeiten. Um Gegensteuer zu geben, beschloss das Alitalia-Management nun die Flucht nach vorne. Es plant, die beiden italienischen Billigflieger Wind Jet und Blu Express zu kaufen. Man habe «die Schritte eingeleitet, um eine Integration zu erreichen», erklärte das Unternehmen in einer Medienmitteilung.

Noch sind die Details gemäß der Wirtschaftszeitung Il Sole 24 ore nicht bekannt. So weiß man etwa noch nicht, wie viel Alitalia für die beiden Konkurrenten zahlen wird und ob man nur eine Kontrollmehrheit übernimmt oder gleich das ganze Kapital. So oder so erreicht die Alitalia-Führung mit dem Schritt zweierlei: Zum einen erhöht sie ihren Marktanteil, zum anderen reduziert sie die Zahl der Konkurrenten – mit dem entsprechenden Effekt auf Preise und Auslastung.

Boeing und Airbus

Wind Jet wurde 2003 gegründet und ist heute mit einem Inland-Marktanteil von 6,2 Prozent die sechstgrößte Airline des Landes. Im vergangenen Jahr transportierte sie 2,8 Millionen Passagiere. Sie hat ihre Basis in Catania, Palermo und Rimini und zählt eine Flotte von fünf Airbus A319 und sieben A320. Blu Express ist eine Tochter von Blue Panorama, Sie wurde 1998 gegründet und fliegt ab Rom Fiumicino und Mailand Malpensa mit drei Boeing B737-300, drei B737-400, zwei B757 und vier B767 nationale und internationale Strecken. 2001 zählte sie zwei Millionen Reisende.



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