Airbus A319 von Air Malta: Etihad will nicht einsteigen.

BeteiligungEtihad wird über Alitalia Aktionärin von Air Malta

Etihad hat die Gerüchte heftig dementiert. Nun aber ist es ihre Beteiligung Alitalia, die Großaktionärin von Air Malta wird. Die Italiener wollen 49 Prozent kaufen.

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Es war nicht die geschickteste Kommunikation. Die Gerüchte um einen Einstieg bei Air Malta seien haltlos. Sie entbehrten jeder Substanz, ließ Etihad Airways vergangene Woche verlauten. Das mag juristisch gelten, nicht aber inhaltlich. Die Golfairline wird nun indirekt doch Miteigentümerin der maltesischen Fluggesellschaft. Denn ihre Beteiligung Alitalia steigt bei Air Malta ein.

Wie der maltesische Tourismusminister Edward Zammit Lewis bekannt gab, kauft Alitalia einen Anteil von 49 Prozent an Air Malta. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde am Mittwoch (27. April)  unterzeichnet. Da Etihad 49 Prozent der italienischen Nationalairline hält, wird Etihad also bei Umsetzung des Beschlusses 24 Prozent an der Fluglinie von der Insel im Mittelmeer halten.

Gewerkschaften und Politik müssen noch Ja sagen

Damit die Absichtserklärung umgesetzt wird, müssen nun alle Anspruchsgruppen Ja zum Deal sagen. Neben der Politik sind das vor allem auch die Gewerkschaften. Sie dürften ein Interesse daran haben, dass mit Alitalia eine neue starke Aktionärin da ist. Denn vor drei Jahren war Air Malta faktisch bankrott. Die Fluglinie hatte einen Verlust von 78 Millionen Euro eingeflogen und war damit eigentlich nicht mehr überlebensfähig.

Das Jahresminus konnte dank eines Sparprogramms in der Folge auf 16 Millionen reduziert werden. Das Ziel für das jetzt abgelaufene Geschäftsjahr war ein Verlust von 4 Millionen. Ob man das erreicht hat, ist noch nicht klar. Mit Alitalia hat Air Malta auf jeden Fall mehr Möglichkeiten. So können Passagiere ans globale Netz der Italiener angeschlossen werden.

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