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Alitalia beginnt schon mit dem Abbau

Die italienische Krisenairline streicht das Streckennetz zusammen. Gewisse Destinationen fallen bei Alitalia ganz weg, bei anderen reduziert sie die Frequenzen. Für Ärger sorgt der Abbau in Mailand.

aeroTELEGRAPH

Flieger von Alitalia: Bald seltener in der Welt zu sehen.

Eigentlich war dank der Hilfe von Großaktionärin Etihad Airways Wachstum angesagt. Doch Alitalia legt derzeit gerade den Rückwärtsgang mit Vollgas ein. 60 Tage Schonfrist gewährten die Banken der Fluggesellschaft, die kürzlich mit einem Überbrückungskredit über 150 Millionen Euro eingesprungen sind um den Flugbetrieb zu sichern. In dieser Zeit muss ein Weg aus der finanziellen Misere gefunden werden.

Wohin die Reise gehen soll, wird nun langsam klar. Bereits Ende Januar kürzt Alitalia das Streckennetz merklich. Rom – Mailand Malpensa, Rom – Bukarest und Rom – Valencia verschwinden ganz aus dem Flugplan. Anderswo wird die Frequenz massiv reduziert. So fliegt Alitalia ab Februar nur noch ein Mal pro Tag nach Moskau statt zwei Mal, nur noch 21 Mal pro Woche nach Tel Aviv statt 33 Mal und nur noch 7 statt 10 Mal wöchentlich nach Marseille, so das Fachportal Routes Online. Das Management hatte bereits angekündigt, dass es «tiefgreifende Kosteneinsparungen» und «radikale Veränderungen» geben wird.

Kritik aus Norditalien

Der Abbau von defizitären Routen ist eine der Maßnahmen. Vor allem die Aufgabe der Strecke Mailand Malpensa – Rom gibt in Italien aber zu reden. «Das sei inakzeptabel», so die Europa-Abgeordnete Lara Comi gemäß der Zeitung Il Giornale. Schließlich habe man mit der Verbindung die Nonstop-Langstreckenflüge von Malpensa nach Abu Dhabi, New York und Tokio stärken wollen. Nun schwäche Alitalia den Mailänder Flughafen und das sei schlecht für die ganze Region. Alitalia verlor indes auf der Strecke Malpensa – Rom 6 Millionen pro Jahr.

Wie die Zeitung «Il Sole 24 Ore» meldet, will Alitalia zudem 150 Millionen pro Jahr beim Personal sparen. Bis zu 1500 Jobs sollen gestrichen werden. Auch bei Zulieferern und Flughäfen sowie Leasingfirmen soll gespart werden.



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