Während Sturmtief Elli über Deutschland fegt, musste der Düsseldorfer Flughafen mit einem anderen Problem kämpfen: In den frühen Morgenstunden ist zu einer IT-Störung gekommen, die zu Einschränkungen beim Check-in führte, wie der Flughafen am Morgen gegenüber aeroTELEGRAPH bestätigte. Um 13:00 Uhr teilte der Airport mit, dass die Probleme seit einer halben Stunde behoben seien.
Betroffen waren Check-in-Schalter und Self-Bag-Drop-Automaten, teilte ein Sprecher des Flughafens mit. «Ursache sind Störungen in der externen Datenübertragung, die von den Airlines für ihre Abfertigungsprozesse genutzt wird», so der Sprecher weiter. Systeme des Flughafens waren nicht betroffen. Die Sicherheitskontrollen waren geöffnet und der Flugbetrieb lief grundsätzlich weiter.
Personal führt Check-in in Düsseldorf manuell durch
Wie aeroTELEGRAPH aus Kreisen der Betroffenen erfuhr, wurde der Check-in-Prozess bei den betroffenen Fluggesellschaften manuell durchgeführt. Das Personal des Flughafens Düsseldorf musste von jedem Reisenden die Bordkarte fotografieren und Sitzplatznummern sowie Gepäckanhängernummern manuell notieren. Der Ausdruck physischer Bordkarten war ebenfalls nicht möglich.
Der Sprecher des Flughafens Düsseldorf teilte weiter mit, dass der Flughafen gemeinsam mit dem externen Systemanbieter und den betroffenen Airlines mit Hochdruck an der technischen Klärung der Störung und der schnellstmöglichen Wiederherstellung arbeitet.
Reisende sollen mehr Zeit einplanen
Die Situation im Terminal war ruhig und geordnet. Mitarbeitende von Airlines sowie das Terminalmanagement des Flughafens informierten die Passagiere vor Ort. Der Flughafen empfahl allen Reisenden, sich direkt bei ihrer Airline über den aktuellen Status zu informieren und zusätzliche Zeit einzuplanen.
Im vergangenen Jahr kam es zu mehreren großen IT-Pannen an internationalen Flughäfen. So sorgte Mitte Juli ein Update bei Software von Microsoft und Crowdstrike weltweit für Probleme - auch der Flughafen Düsseldorf war damals unter den betroffenen Airports. Ende September legte ein Cyberangriff auf Systeme des Dienstleisters Collins Aerospace mehrere europäische Flughäfen lahm, darunter befand sich auch der deutsche Hauptstadtflughafen BER. Damals musste das Boarding ebenfalls manuell erfolgen.
Von der Breaking News bis zur Hintergrundanalyse: Unser Team begleitet die Luftfahrt mit Erfahrung und Leidenschaft. Unterstützen Sie unabhängigen Qualitätsjournalismus – für weniger als einen Cappuccino im Monat. Jetzt hier klicken und abonnieren