Denn die einzigen beiden Langstreckenflugzeuge der Airline, zwei Airbus A330-800, mit denen sie die Ziele London-Gatwick, Mumbai und gelegentlich auch Dubai bedient hatte, sind ausgefallen. Der eine der beiden Jets, die 5X-CRN, war zuletzt am 11. Januar in der Luft. Der andere, die 5X-NIL, ist seit dem 20. Februar am Boden. An diesem Tag teilte die Fluglinie über ihre Social-Media-Kanäle mit, «dass zwei unserer Langstreckenflugzeuge aufgrund außerplanmäßiger Wartungsarbeiten vorübergehend außer Betrieb sind».
Offenbar Probleme mit den Rolls-Royce-Triebwerken
Die Flüge nach London und Mumbai sind vorerst gestrichen. Man bemühe sich derzeit, Fluggäste mit bestehenden Buchungen auf Partner-Fluggesellschaften umzubuchen, so Uganda Airlines. Zudem arbeite man daran, «die benötigten Komponenten und das technische Know-how zu beschaffen, um diese Flugzeuge wieder in Betrieb zu nehmen».
Blick in die Business Class im Airbus A330-800 von Uganda Airlines: Hier gibt es 20 Plätze, hinzu kommen 28 in der Premium Economy und 10 in der Economy Class. aeroTELEGRAPH
Laut unbestätigten Medienberichten sollen bei der 5X-NIL Risse an Schaufeln im Triebwerk gefunden worden sein und auch bei der 5X-CRN sollen Triebwerksprobleme vorliegen. Die Fluggesellschaft selber hat sich gar nicht zur Art der Probleme geäußert. Angetrieben werden ihre beiden Airbus A330-800 von je zwei Trent-7000-Triebwerken von Rolls-Royce.
Ein gemieteter Airbus A320 und einige Bombardier CRJ-900
Neben den beiden nun ausfallenden Langstreckenjets gehört zur Flotte noch ein Airbus A320, den Uganda Airlines von DAT mietet. Das Flugzeug übernimmt auch regelmäßig einen Teil der Dubai-Flüge. Allerdings war auch dieser Flieger (Stand 24. Februar) zuletzt am 20. Februar im Einsatz. Hinzu kommen vier Regionalflugzeuge vom Typ Bombardier CRJ-900, von denen eines allerdings schon seit November 2025 am Boden steht.
Im vergangenen Jahr hatte sich ein Kontrollausschuss des Parlaments von Uganda mit der staatlichen Fluggesellschaft und ihren Problemen beschäftigt. Auch die Wartung war dabei ein Thema. Weil Uganda Airlines an ihrer Basis Entebbe nur kleine Arbeiten durchführen kann, muss sie größere Wartungsarbeiten stets kostspielig im Ausland erledigen lassen.
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