Klappbare Flügelspitze einer Boeing 777X von Emirates: Die Airline möchte in Deutschland ausbauen, kann aber nicht.

EU-LuftverkehrsabkommenWarum Emirates Qatar Airways nicht beneidet

Qatar Airways darf in Deutschland ausbauen, Emirates nicht. Dennoch will die Airline aus Dubai kein EU-Luftverkehrsabkommen mit der EU wie Katar.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Der Erzrivale kann ab Ende Oktober Deutschland beliebig oft ansteuern. Und so hat Qatar Airways gerade angekündigt,  ab kommendem Winter 18 Mal pro Woche nach Berlin zu fliegen. Die Golfairline verbindet dann ihr Drehkreuz Doha insgesamt 71 Mal pro Woche mit Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München.

Emirates dagegen ist in Deutschland beschränkt. Die Fluggesellschaft aus Dubai darf nur vier Flughäfen ansteuern - aktuell Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München. Das liegt daran, dass Katar ein Luftverkehrsabkommen mit der EU unterzeichnet hat, das Qatar Airways freien Zugang gewährt und die Vereinigten Arabischen Emirate nicht.

«Unfair, unvernünftig und bisher nie gesehen»

Zieht das Land also bald nach? «Nein. Wir haben nicht die Absicht ein solches Luftverkehrsabkommen zu unterzeichnen», sagte Emirates-Präsident Tim Clark am Mittwoch (6. März) bei einer Presseveranstaltung in Berlin. Die Bedingungen der EU seien so «drakonisch», dass es völlig unattraktiv sei, so der Manager.

Das Luftverkehrsabkommen mit der EU enthalte «unfaire, unvernünftige und bisher er nie gesehene Bedingungen», erklärte Clark. So könne es fristlos gekündigt werden, sobald die EU das Gefühl habe, diese würden nicht eingehalten. «Wir werden das nicht unterschreiben», so Clark, «und es gibt auch keine großen Länder, die es unterschrieben haben.»

«Berlin attraktiver Markt»

Und so kann Emirates in Deutschland aktuell das Angebot nicht auf eine neue Stadt ausweiten. Schon lange möchte die Fluggesellschaft eigentlich nach Berlin kommen. «Es ist ein attraktiver, lebendiger Markt mit vielen jungen Technologieunternehmen», so Clark.

Doch die Bundesregierung habe daran absolut kein Interesse.  Das sei auf lokale Ebene ganz anders. Die Regierung von Berlin wünsche sich, dass Emirates den BER ansteuere. Immerhin eine Art von Anbindung hat die Golfairline an die deutsche Hauptstadt. Sie hat ein Interlining-Abkommen mit Condor abgeschlossen.

Condor-Zusammenarbeit hilft

Emirates-Passagiere können 57 Ziele im Condor-Netz ansteuern, während Condor-Passagiere zu 12 Zielen im Emirates-Netz fliegen können. Und die deutsche Ferienairline hat erst gerade angekündigt, ab Berlin nach Dubai zu fliegen. Das helfe natürlich, so Emirates-Präsident Clark.

Mehr zum Thema

Airbus A350-900 für Emirates: Soll so aussehen.

Emirates kauft weitere Airbus A350 - aber Boeing-Order deutlich größer

Ein Dreamliner in Emirates-Lackierung: Die Golfairline erwartet insgesamt 35 Exemplare.

Emirates-Chef attestiert Boeing Probleme mit Qualitätskontrolle

Airbus A350 von Emirates. bekommt spezielle Fenster.

Emirates bringt innovative neue Fenster in Airbus A350 und Boeing 777X

Zu Beginn des Iran-Kriegs in Zürich geparkter Airbus A380 von Emirates: Die Golfairline sieht beste Buchungszahlen.

Emirates-Präsident: «Wir haben schon viele Krisen überstanden»

Video

Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
leav damakus syrien wassersalut
Mit Leav fliegt wieder eine deutsche Fluglinie nach Syrien und baut ihr Angebot direkt aus. Sundair soll bald folgen. Auch Eurowings zeigte in der Vergangenheit Interesse - will aktuell aber noch nicht wieder das Land ansteuern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies