Werbeprodukt von Vueling: Die Fluglinie wurde in Italien bestraft.

Irreführung von KundenVueling muss eine Million Euro Strafe zahlen

Komplizierte Rabattaktionen, teures Online-Check-in und schlechter Kundendienst: Wegen dieser Vorwürfe hat die italienische Wettbewerbsbehörde Vueling eine Strafe aufgebrummt.

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Irreführung von Kunden ist kein leichter Vorwurf. Doch Vueling muss ihn sich gerade gefallen lassen. Die italienische Wettbewerbsbehörde hat der spanischen Billigairline aus diesem Grund eine Strafe von einer Million Euro aufgebrummt. Sie wirft Vueling Fehlverhalten in drei verschiedenen Fällen vor.

Zum einen soll Vueling die Kunden falsch über die Kosten für das Online-Check-in informiert haben. Es sei als gratis angepriesen, koste aber teilweise bis zu 15 Euro. Zudem habe die Fluglinie nicht richtig darauf hingewiesen, dass das Einchecken am Flughafen immer gratis ist. Der zweite Vorwurf behandelt eine Rabattaktion, welche für die Kunden so verwirrend war, dass diese sie gar nicht richtig nutzen konnten.

Teure Hotline

Schließlich straft die Behörde Vueling auch noch für den Kundenservice ab. Die Airline im Beschwerdefall zu kontaktieren sei zu umständlich. Online könne man keine Beschwerde abgeben. Passagiere seien gezwungen, Vueling anzurufen - unter einer gebührenpflichtigen Nummer. Das verursache Kosten von bis zu 15 Euro.

In zwei weiteren Fällen hat die Wettbewerbsbehörde die Vorwürfe fallen lassen, nachdem Vueling Änderungen vorgenommen hatte. Die Fluggesellschaft will sich mit der Strafe aber nicht abfinden. Vueling plant, Einspruch zu erheben, so ein Sprecher. Man habe seit Ende 2016 mit den Behörden zusammengearbeitet. Die Vorwürfe seien nicht gerechtfertigt.

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