Das vergangene Jahr lief für Volotea überaus positiv: 11,3 Millionen Passagiere, ein Umsatz von 818 Millionen Euro und ein operativer Gewinn von 47,4 Millionen Euro. «Wir dachten, 2026 würde unser bestes Jahr werden, aber jetzt sind wir sicher, dass es das nicht sein wird», sagte Carlos Muñoz, der Chef der spanischen Airline, kürzlich in einem Interview mit der Zeitung La Verdad de Murcia.
Der einzige Schönheitsfehler des vergangenen Jahres: das negative Eigenkapital. Volotea weist für 2025 ein Minus von 77,5 Millionen Euro aus, wie die geprüfte Bilanzen zeigt. Damit müsste die Fluglinie formal nach spanischem Recht aufgelöst werden. Um das zu verhindern, einigte sie sich mit Gläubigern auf eine Stundung von 49,3 Millionen Euro und verhandelt zusätzlich über einen weiteren Kredit über 25 Millionen Euro. Zuvor hatten Aktionäre bereits 15 Millionen Euro zusätzliches Kapital eingebracht. 9,5 Millionen Euro trug Großaktionärin Aegean Airlines bei.
Volotea rechnet mit 33 Millionen Euro Verlust für dieses Jahr
Grund an der Misere sind die explodierenden Treibstoffkosten, berichtet das Portal Aviacionline. Der Kerosinpreis hat sich nahezu verdoppelt. Volotea sichert sich zwar über Hedging ab, die 66 Prozent des Bedarfs im zweiten und 78 Prozent im dritten Quartal 2026 abdecken, doch das reicht nicht aus, um die Kosten aufzufangen. Für das laufende Jahr rechnet die Airline deshalb mit einem Verlust von 33 Millionen Euro.