Vistara-Flieger: Die Lockerung der indischen Bestimmungen vereinfacht den Zugang zum internationalen Markt.

LangstreckenVistara will Emirates und Etihad Marktanteile abjagen

Die indische Fluglinie will ihre Flotte schnellstmöglich aufstocken. So will Vistara Flüge von Indien nach Europa und in die USA anbieten - und die Golfairlines in Schach halten.

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«Wir haben die Welt in unserer Hand», schwärmt Chee Teik Yeah. Vistara könne nach Osten, nach Westen, Kurzstrecke oder Langstrecke – Vistara könne nun alles tun, so der Chef der indischen Fluggesellschaft zur Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Lockerung der indischen Luftfahrtbestimmungen ist Anlass für die Euphorie bei der 49-prozentigen Tochter der Singapore Airlines. 51 Prozent gehören der indischen Tata Sons.

Bislang besitzt Vistara 11 Flugzeuge. Schafft sie sich 9 weitere an, darf sie umgehend auch internationalen Flugverkehr anbieten. So sehen es die neuen indischen Regeln vor,. Die Regierung hat kürzlich die 5/20-Regel zugunsten einer 0/20-Regel aus dem Gesetz gestrichen. Früher mussten Fluggesellschaften 5 Jahre existieren und 20 Flugzeuge besitzen, bevor sie Auslandstrecken anbieten durften.

Angriff auf Etihad und Emirates in Indien

Der indische Markt gilt als Wachstumsparadies. Laut einer von Vistara in Auftrag gegebenen Studie wird der Flugverkehr sich im Lande bis 2050 verzehnfachen. Bislang sind Emirates und Etihad Airways die größten ausländischen Anbieter in Indien. Sie dominieren gemeinsam mit den lokalen Airlines Air India und Jet Airways das Überseegeschäft. Das will Vistara ändern.

«Vistara wird alle Hebel in Bewegung setzen und die 20 Flugzeuge bekommen, um internationale Flüge anbieten zu können», glaubt Amber Dubai vom Beratungsunternehmen KPMG. «Als indische Gesellschaft haben sie den Vorteil, Nonstop-Flüge von Indien nach Europa und in die USA anbieten zu können – das ist den Fluggesellschaften aus den Golfstaaten nicht möglich.»

Vistara sucht Großraumflugzeuge

Vistara will die Leasinggesellschaft BOC Aviation dazu bewegen, ihre 9 für Juni 2018 bestellten Airbus-Flugzeuge aus der A320-Familie vorzeitig auszuliefern. Darüber hinaus will es zusätzlich Großraumflugzeuge ordern. Das Kapital dazu sollen die beiden Anteilseigner zusteuern.

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