Kapitän Jim Butterworth befestigt Flagge der USA und Frankreichs außen am Cockpit: Flug mit Veteranen in die Normandie.

Normandy Legacy Flight 2026Tränen nach der Landung: Delta bringt D-Day-Veteranen zurück in die Normandie

Für die Passagiere dieses Delta-Fluges war es weit mehr als eine normale Atlantiküberquerung. 27 Veteranen der US Army kehrten mit Delta Air Lines 82 Jahre nach dem D-Day dorthin zurück, wo sie einst gegen Nazi-Deutschland kämpften.

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Flug DL9994 kann man nicht buchen. Man kommt nur mit Einladung an Bord. Mit dem Spezialflug von Delta Air Lines mit dem offiziellen Namen Normandy Legacy Flight machten am 2. Juni die ältesten der geladenen Gäste eine Reise, die sie vor 82 Jahren als junge Männer unter ganz anderen Vorzeichen bereits einmal gemacht hatten: von den USA nach Frankreich.

In der Business Class der Boeing 767-300 ER saßen 27 heute zwischen 99 und 107 Jahre alte Veteranen der US Army. Sie kehrten mit dem Spezialflug von Delta Air Lines dorthin zurück, wo viele von ihnen mit 165.000 anderen Männern am 6. Juni 1944 gelandet waren, um Kontinentaleuropa von der Tyrannei der Nazi-Diktatur unter Adolf Hitler zu befreien.

Neben Veteranen der US Army auch Schülerinnen und Schüler

Einer von ihnen war der im April 1924 im Bundesstaat Kentucky geborene George K. Mullins. Er landete am 7. Juni 1944 am Utah Beach zwischen Pouppeville und La Madeleine und nahm an den Kämpfen um Saint-Côme-du-Mont teil. Ein anderer war der im Februar 1919 in North Dakota geborene Arthur Rose. Am 6. Juni 1944 kommandierte er eine Flotte von 36 Schiffen vor Omaha Beach bei Colleville-sur-Mer, Saint-Laurent-sur-Mer und Vierville-sur-Mer zur Unterstützung der Landung. Während Soldaten an den Stränden kämpften und starben, war er für die Versorgung der Truppen an Land zuständig.

An Bord von Flug DL9994 von Delta Air Lines waren neben den 27 Veteranen auch Ärzte, Pflegefachkräfte und Freiwillige. Und auch rund zwei Dutzend Schülerinnen und Schüler aus den USA. Sie lernten direkt von den Veteranen, «indem sie diese während der gesamten Reise begleiten und unterstützen und so dazu beitragen, ihre Geschichten zu bewahren und ihr Vermächtnis weiterzutragen», so die Best Defense Foundation, die den Flug zusammen mit Delta organisierte - 2026 bereits zum fünften Mal.

Frnzösische Präsidentengattin und Tränen in vielen Augen

Mit den Normandy Legacy Flights biete sie Veteranen des Zweiten Weltkriegs «die Möglichkeit, die historischen Schlachtfelder, auf denen sie gedient haben, erneut zu besuchen», erklärt die Best Defense Foundation. Die ehemaligen Soldaten könnten so «einen Schlussstrich ziehen, sich wieder mit ihrer Vergangenheit verbinden und ihre unschätzbaren Geschichten weitergeben».

Nach der Landung der Boeing 767 mit dem Kennzeichen N171DZ am Flughafen Deauville-Normandie am Mittwochmorgen (3. Juni) um 12:23 Uhr wurden die ehrenwerten Gäste von vielen Prominenten begrüßt - so der französischen Präsidentengattin Brigitte Macron und viel regionaler und lokale Politprominenz. Aber auch Schülerinnen und Schüler aus der Region winkten den Veteranen zu - und eine Militärband spielte Klassiker. Die Begegnung hat viele gerührt und in vielen Augen waren Tränen auszumachen. Schließlich haben wir alle diesen Männern viel zu verdanken.

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Flug DL9994 kam am Mittwoch (3. Juni) aus Atlanta.

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