Tibet Airlines strebt ins Ausland

Vor einem Jahr startete die erste Fluglinie der chinesischen Provinz. Schon bald möchte sie nach Nepal fliegen.

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Momentan fliegt die Fluggesellschaft der von China annektierten Region von ihrer Heimatbasis am Flughafen Lhasa Gonggar nach Chengdu, Chongqing, Xining und Langjhou und in andere Städte Tibets. 16 Flüge am Tag führt sie durch. Laut Vorstandschef Cheng Hui beförderte die am 20. Juli 2011 geborene Tibet Airlines in den letzten zwölf Monaten 397'000 Passagiere und befindet sich damit auf Kurs. Offenbar ein Grund, ambitionierte Pläne bekannt zu geben. Zum einjährigen Jubiläum stellte Hui einen Dreijahresplan vor. Tibet Airlines will laut eigenen Angaben einen wesentlichen Anteil daran haben, China mit Südasien zu verbinden.

Als erster Schritt in diese Richtung ist daher geplant, Nepals Haupstadt Kathmandu in den Flugplan aufzunehmen. Es wäre das erste internationale Ziel der Fluglinie. Bisher fliegt ausschließlich Air China auf der Route zwischen Kathmandu und Lhasa. Der Flughafen mit Iata-Code LXA liegt auf 4004 Metern über Meer. Wann genau die Strecke in Betrieb genommen wird, ist noch nicht klar. Aber innerhalb der nächsten drei Jahre werde das definitiv geschehen, heißt es. Für Nepal wäre das ein willkommener Schritt. Das Land hat China schon länger darum gebeten, mehr Genehmigungen für Flüge in das Land auszustellen, um vom Tourismus aus der Volksrepublik zu profitieren.

Große Ausbaupläne

Hinter der ersten Fluggesellschaft Tibets steht die Investitionsbehörde der Region mit 51 Prozent, sowie die Investmentfirmen Tibet Sanli und Tibet Ruiyi. Bisher betreibt sie eine Flotte von drei Airbus A319. Doch der Plan sieht vor, jedes Jahr drei weitere Flieger in die Flotte aufzunehmen. Doch das reicht dem Firmenchef noch nicht. «Wir hoffen, 2015 oder 2016 auch Direktflüge nach Europa zu haben», sagte er im vergangenen Jahr der Zeitung People's Daily Online.

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