Sundairs Airbus A320 mit dem Kennzeichen D-ASMR: Die Airline wollte zum 1. August von Berlin Linienflüge nach Damaskus aufnehmen.

Fehlende AbstimmungSundair stoppt Ticketverkauf für Damaskus-Flüge - einen Tag, nachdem sie angekündigt wurden

Sundair kündigte eine neue Verbindung von Berlin–Damaskus an. Doch schon einen Tag später wurden Neubuchungen wieder gestoppt.

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Vor rund eineinhalb Jahren eroberten Kämpfer der islamistischen Miliz Hayat Tahrir al-Sham Damaskus und beendeten damit die jahrzehntelange Herrschaft von Diktator Bashar al-Assad. Der syrische Bürgerkrieg ging damit nach 13 Jahren zu Ende. Seither führt Ahmed al-Sharaa, ein früherer Dschihadist, das Land als Übergangspräsident. Er nähert Syrien dem Westen an und kämpft gegen eine schwere Wirtschaftskrise.

Im März besuchte al-Sharaa Berlin und vereinbarte mit Bundeskanzler Friedrich Merz eine gemeinsame Task Force, um die wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder zu stärken. Ähnlich äußerte sich auch der deutsche Außenminister Johann Wadephul. Mitte Juni wurde bekannt, dass die deutsche Regierung beabsichtige, das bestehende Verbot für Flüge von und nach Syrien Ende Juli durch eine unverbindliche Empfehlung zu ersetzen.

Sundair verkauft schon keine Tickets mehr

Nur eine Woche später, am 23. Juni, kündigte Sundair an, ab dem 1. August zwei Mal wöchentlich Berlin mit Damaskus zu verbinden. Geflogen wird die Strecke jeweils dienstags und samstags. «Diese Strecke steht für die Wiederannäherung zwischen Deutschland und Syrien sowie für die Stärkung persönlicher, wirtschaftlicher und humanitärer Beziehungen», kommentierte Airline-Chef Marcos Rossello in einer Pressemitteilung.

Nur einen Tag nach der Ankündigung sieht es indes schon wieder anders aus. Wer die Verbindung Berlin–Damaskus buchen will, liest seit dem 24. Juni auf der Website der Airline: «Die Fluggesellschaft hat beschlossen, Neubuchungen auf der Strecke Berlin - Damaskus vorübergehend auszusetzen, bis alle notwendigen Verfahren abgeschlossen und die erforderlichen endgültigen Genehmigungen der zuständigen Behörden eingeholt wurden.

Unklar wann die Verbindung von Sundair startet

Passagiere, die bereits gebucht haben, würden laut Sundair direkt kontaktiert und über alle Entwicklungen informiert. Als Hintergrund nennt Sundair, dass der Prozess zur Vervollständigung der erforderlichen regulatorischen und operativen Abstimmung mit den zuständigen Behörden in der Bundesrepublik Deutschland und der Arabischen Republik Syrien noch andauere.

Wie es dazu kommen konnte, dass die Verbindung nur einen Tag nach der Ankündigung bereits wieder zurückgenommen wurde, und wann Sundair konkret mit der nötigen Freigabe und damit dem tatsächlichen Start der Verbindung rechnet, ließ die Fluggesellschaft auf Anfrage von aeroTELEGRAPH zunächst offen.

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