Flieger von South African Airways: Der Airline geht es doch etwas schlechter als gedacht.

Buchhaltungsfehler South African Airways muss Millionenschlappe eingestehen - Verlust statt Gewinn

South African Airways galt als sanierte Fluggesellschaft mit wachsendem Streckennetz. Doch eine Buchhaltungspanne hat die positive Bilanz des Jahres 2023/24 zunichtegemacht.

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Es wirkte, als sei das lang ersehnte Comeback von South African Airways auch finanziell geglückt. Doch nun kommt die Ernüchterung: Der für das Geschäftsjahr 2023/24 gemeldete Gewinn der Fluggesellschaft in Höhe von 60 Millionen Rand (rund 3 Millionen Euro) existiert nicht. Nach Abschluss der Bilanzprüfung stellt sich heraus: Die staatliche Fluggesellschaft hat in Wahrheit einen Nettoverlust von 371 Millionen Rand (18 Millionen Euro) eingeflogen.

Noch im Geschäftsjahr 2022/23 hatte SAA 252 Millionen Rand Gewinn ausgewiesen – als ersten Gewinn seit 2012. Politik und Management feierten den Abschluss des langwierigen Sanierungsverfahrens, das 2021 endete, als Erfolg. Umso größer nun die Ernüchterung.

South African Airways verbuchte finanzielle Vorteile falsch

Laut einem Bericht des südafrikanischen Portals Business Tech hatte die Airline einen finanziellen Vorteil in Höhe 431 Millionen Rand aus der Zeit des Rettungsverfahrens als laufenden Gewinn für 2023/24 gebucht. Das war aber ein Buchhaltungsfehler. Denn Vorgeschrieben ist aber, es als Korrektur vergangener Geschäftsjahre zu buchen. Externe Prüfer beanstandeten die Darstellung, der aktuelle Gewinn wurde rückwirkend gestrichen.

Die um zehn Monate verspätete Veröffentlichung der Zahlen der Fluglinie nährt die Zweifel von Kritikern an der Nachhaltigkeit der Finanzkultur von SAA. Die Airline hat seit Jahren Probleme mit geprüften Abschlüssen. Bereits 2024 hatte das Büro des obersten Rechnungsprüfers die Bilanzpraxis als mangelhaft kritisiert.

Politik steht hinter South African Airways

Der Rückschlag kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Denn eigentlich befindet sich South African Airways auf Wachstumskurs: 18 Flugzeuge, 16 Strecken, neue Langstrecken nach Brasilien und Australien. Die Flotte soll um 30 Prozent wachsen, das Streckennetz verdoppelt werden. Doch die Mittel dafür müssen operativ erwirtschaftet werden – eine Herausforderung, wenn das Zahlenwerk wankt.

Trotz des Verlustes steht die Politik hinter der Fluggesellschaft. Verkehrsministerin Barbara Creecy sprach zwar von einem «bedauerlichen Fehler», betonte aber die positiven operativen Entwicklungen. Die Umsätze seien um 183 Prozent gestiegen, die wirtschaftliche Bedeutung der Airline wachse.

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