Ryanair-Angebote: Die Billigairline kämpft gegen Portale.

Klage gegen Edreams und GoogleRyanair verschärft Kampf gegen Buchungsportal

Diverse Buchungsportale kaufen bei Google Anzeigen, um Tickets von Ryanair zu verkaufen. So täuschten sie die Nutzer, sagt die Billigairline. Nun klagt sie gegen Edreams und Google.

Top-Jobs

Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Einmal hat Ryanair schon gewonnen. Vergangenen Januar entschied das Hamburger Landgericht zugunsten der Billigairline. Sie hatte gegen das Buchungsportal Edreams geklagt, weil dieses über so genannte Subdomains den Anschein erweckte, selbst Ryanair zu sein. Wer nach «Ryanair Tickets» suchte, dem wurde etwa bei Google ganz zuoberst auf der Resultateseite eine Werbung für Ryanair-Flüge angezeigt, die auf die Internetadresse ryanair.edreams.de verwies. Klickte der Nutzer darauf, kam er auf die Buchungsseite von Edreams, die ähnlich wie ein Angebot von Ryanair aussah.

Das sei eine Täuschung der Kunden, so Ryanair. Kunden würden durch Edreams auch zusätzlichen Kosten ausgesetzt, weil das Portal ja an der Buchung mitverdienen will und Gebühren verlangt. Zudem habe es mit solchen Buchungen immer wieder Probleme gegeben, beklagen sich die Iren. Edreams versäume es, grundlegende Informationen über Flugänderungen, Online Check-In, Service für besonders Hilfsbedürftige und Kontaktdaten weiterzuleiten. «Das führt zu vielen verpassten Flügen und wiederholten Problemen mit Kunden», so die Airline.

Kein Vertriebsabkommen mit Edreams

Nun klagt Ryanair auch am High Court of Justice in Großbritannien. Gleichzeitig rief die Fluggesellschaft die Kommission für Verbraucherschutz an. Im Fokus steht wiederum Edreams. Mit der Technik des Screenscraping werden die Tarife von Ryanair bei Edreams dargestellt. Nutzer würden dorthin aber mittels nicht existierender Tarife angelockt und erst noch mit zusätzlichen Gebühren belastet, so Ryanair. Die Billigairline möchte, dass Kunden direkt bei ihr buchen. Mit Edreams hat sie kein Vertriebsabkommen.

Ryanair hat bei der neuesten Klage auch Google im Visier, da der Internetriese die angeblich verwirrenden Anzeigen zulässt. Man habe nichts dagegen, dass Google Werbung verkaufe. Die Anzeigen dürften aber nicht falsche Tatsachen vorgaukeln, wie das eben Edreams mache. Ryanair arbeitet bei Flügen mit Google zusammen. Die Flüge der Iren sind via Google Flights buchbar.

Im Prinzip legal, aber...

Screenscraping ist per se nicht illegal. Im April 2014 hatte der deutsche Bundesgerichtshof eine Klage von Ryanair abgewiesen. Buchungsportale förderten die Preistransparenz und erleichterten es den Kunden, den günstigsten Flug zu finden. Heikel werde es nur, wenn sie die Nutzer täuschen und verschleiern, dass sie selbst eine Gebühr auf den Preis schlagen.

⇒ Ergänzung vom 2. Dezember, 13:30 Uhr: Edreams hat inzwischen reagiert und ändert seine Praxis.

Mehr zum Thema

ticker-ryanair

Pöbelpassagier zu Haftstrafe verurteilt - Ryanair erfreut

aprilscherz 2026

Die besten Aprilscherze aus der Luftfahrt

ticker-ryanair

Ryanair will in Osteuropa, Marokko oder Süditalien wachsen

Boeing 737 von Ryanair: Bleibt ohne Starlink-Antennen.

Streit mit Elon Musk brachte Ryanair Millionensegen

Video

Bildschirmfoto 2026-05-01 um 164538
Am Flughafen São Paulo-Congonhas kamen eine landende Boeing 737 und eine startende Embraer E2 sich extrem nahe, so nahe, dass das Kollisionswarnsystem Alarm schlug. Der Jet von Gol und der Jet von Azul näherten sich entlang der Piste bis auf 22 Meter an.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 727 landet am 28. April am Flughafen Doncaster Sheffield: Es war die erste Landung eines großen Flugzeugs seit 2022.
Vier Jahre lang lag der britische Flughafen im Dornröschenschlaf. Jetzt soll er wieder Flüge bekommen. Die erste Landung am Flughafen Doncaster/Sheffield absolvierte aber ein Oldie.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Es wird gearbeitet am FLughafen Basel/Mulhouse.
Am Euro Airport steht das Herz des Flugbetriebs still: Für 36 Tage wird die Hauptpiste komplett erneuert. Wo sonst Jets im Minutentakt starten und landen, dominieren nun Baumaschinen. Ein Besuch am Flughafen Basel/Mulhouse/Freiburg im Ausnahmezustand.
Luca La Rocca
Luca La Rocca