Flugzeug von Pobeda: Bald auch in Deutschland?

Zu hohe GebührenRusslands Billigairline streitet mit Weißrussland

Minsk war als erstes internationales Ziel der Aeroflot-Billigtochter Pobeda geplant. Doch zu hohe Gebühren und fehlende Slots verunmöglichen das. Profiteur ist Bratislava.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Eigentlich sollte das erste internationale Ziel der Aeroflot-Billigtochter Pobeda die weißrussische Hauptstadt Minsk sein. Doch daraus wird nichts. Offenbar hat es die Fluggesellschaft nicht geschafft, geeignete Slots zu sichern, wie Informanten der Zeitung Wedomosti berichten. Zusätzlich will der Flughafen in Minsk offenbar hohe Steuern und Gebühren von den Russen.

Die Preise, die Pobeda pro Passagier zahlen müsste, so schreibt Wedomosti, seien teils höher als die günstigsten Tickets, mit denen man nach Minsk fliegen würde. Das mache einen profitablen Betrieb unmöglich. Daher hat Pobeda sich nun entschlossen, ab dem 19. Dezember als erste internationale Destination Bratislava und nicht Minsk anzufliegen.

Vorwürfe an weißrussische Regierung

Quellen bei Pobeda berichten russischen Medien, dass man davon ausgeht, dass die weißrussische Regierung es der Airline absichtlich schwer macht. So wolle man die eigene staatliche Airline Belavia schützen, die neben Aeroflot die einzige Fluggesellschaft ist, die Flüge von Moskau nach Minsk anbietet.

In Weißrussland ist man über diese Vorwürfe empört. Es habe noch gar keine Verhandlungen über den Pobeda-Betrieb in Weißrussland gegeben, heißt es aus dem Transportministerium. Daher sei man sehr wütend über diese Behauptungen.

Auch nach Köln und Chambery

Letzten Monat hat Pobeda die Erlaubnis für internationale Flüge erhalten. Neben Minsk und Bratislava hatte man auch Köln und Chambéry als Ziele angekündigt. Das verdankt sie der Tatsache, dass die russische Regierung eine Ausnahme gelten ließ. Denn eigentlich darf eine russische Airline erst nach zwei Jahren international fliegen. Pobeda gibt es aber noch nicht so lange.

Die Fluglinie ist die Nachfolge-Airline von Dobrolet, ebenfalls Aeroflot-Tochter. Gegründet wurde Pobeda Ende 2014 als Nachfolgerin von Dobrolet, die ihre Flüge im August 2014 einstellen musste. Die Europäische Union hatte sie nach der russischen Annexion der Krim auf die Sanktionsliste gesetzt, da sie mit ihren Krim-Flügen die Pläne der Regierung erleichtere. Das brach Dobrolet schließlich das Genick.

Mehr zum Thema

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Platz 7: Barcelona
55 Millionen (+10,3 Prozent vs. 2023, +4,4 Prozent vs. 2019)

Europas beliebteste Flugrouten im Sommer 2025

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack