Boeing 737-600 von Tunisair in Retro-Bemalung

Tunisair muss Stellen abbauenRekordverdächtige 280 Angestellte pro Flugzeug

Die tunesische Nationalairline hat eine viel zu große Belegschaft. Der Chef von Tunisair möchte fast 5000 Stellen streichen.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Schon vor zwei Jahren stellte sich Tunesiens Nationalairline darauf ein, Mitarbeiter zu entlassen. «Wir haben der Regierung ein neues Restrukturierungsprogramm vorgelegt, das unter anderem den Abbau von 1200 Stellen oder rund 16 Prozent der Arbeitsplätze vorsieht», sagte Kommerzchef Ali Miaoui damals im Gespräch mit aeroTELEGRAPH. 2019 war die Streichung der Arbeitsplätze dann beschlossene Sache.

Der Abbau soll nun mit 400 Stellen im Februar 2020 beginnen, wenn auch ein Sozialplan in Kraft tritt. Insgesamt wird sich die Streichung der 1200 Arbeitsplätze bei Tunisair über drei Jahre erstrecken, berichten tunesische Medien. Doch das genügt laut Chef Elyes Mnakbi nicht, um finanziell wieder auf Kurs zu kommen.

4800 Stellen zu viel

Mnakbi erklärte vergangene Woche, wenn man sehe, dass Tunisair 28 Flugzeuge und 7800 Mitarbeiter habe, ergebe das rund 280 Angestellte pro Flieger. Internationaler Standard seien etwa 80, mahnte der Airline-Chef. Austrian Airlines hat etwa 83 Flugzeuge und rund 7100 Angestellte, also rund 85 pro Flugzeug, Brussels Airlines 3400 Angestellte bei 48 Fliegern, was rund 70 pro Flugzeug ergibt.

Nach den Vorstellungen des Chefs wären 3000 Angestellte eine gute Anzahl für Tunisair. Das heißt, es würden 4800 Stellen wegfallen, die geplanten 1200 plus 3600 weitere. Kommerzchef Miaoui hatte im Gespräch 2018 erklärt, dass man 1200 neue Mitarbeiter habe anstellen müssen. «Die Regierung hatte bestimmt, dass wir keine Unterlieferanten mehr benutzen und nur noch Direktangestellte haben dürfen», so der Manager.

Alte Flugzeuge

Die Flotte von Tunisair besteht auf der Kurz- und Mittelstrecke auf Airbus A320-200, A319-100 und Boeing 737-600. Dazu kommen zwei Langstreckenjets des Typs Airbus A330-200, die mit  unter fünf Jahren die mit Abstand jüngsten Flugzeuge der Flotte sind, die insgesamt dennoch auf ein Durchschnittsalter von rund 17 Jahren kommt.

Die Regionaltochter Tunisair Express hat Ende 2019 die ersten beiden von drei bestellten ATR72-600 erhalten. Sie hat zudem noch ältere ATR 72-500 und einen CRJ-900 in der Flotte.

Mehr zum Thema

Flieger von Tunisair: Die Airline mietet übergangsweise bis zu zehn Flugzeuge hinzu.

Tunisair entlässt 1200 Mitarbeiter

Ali Miaoui: «Wir sehen eindeutig, dass es im Langstreckengeschäft Wachstumschancen gibt.»

«Tunisair kauft ein oder zwei weitere Airbus A330»

Der Jubiläumsflieger von Tunisair: Die Boeing 737-600 ...

Tunisair feiert mit Retro-Bemalung

So nah kommt man Giraffen sonst nie wie im  Royal Livingstone

Sambia: Giraffen füttern, raften und baden am Abgrund

Video

Zwei Mitarbeitende von Alaska Airlines: Teil des Sicherheitsvideos.
Die fünftgrößte Fluggesellschaft der USA führt erstmals in ihrer Geschichte ein eigenes Sicherheitsvideo ein. Der Schritt von Alaska Airlines erfolgt aus einem ganz bestimmten Grund.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
southwest airlines  independence one
Die Vereinigten Staaten feiern das Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung und damit ihren 250. Geburtstag. Southwest Airlines nimmt das als Anlass für eine Sonderlackierung.
Timo Nowack
Timo Nowack
ryanair marseille
Viele Fluggäste kamen in Marseille nicht schnell genug durch die Sicherheitskontrollen, um ihren Flug nach Marrakesch zu erreichen. Rund 30 von ihnen liefen daraufhin aufs Vorfeld zur geparkten Boeing 737 von Ryanair. Nun gibt es viele gegenseitige Beschuldigungen.
Timo Nowack
Timo Nowack