Bodensee: Altenrhein und Friedrichshafen liegen in Luftlinie rund 20 Kilometer auseinander.

People's ViennalinePolitiker will Flug über Bodensee verbieten

People's Viennaline fliegt künftig als Zwischenetappe von Altenrhein nach Friedrichshafen. Das will ein Schweizer Politiker verhindern.

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Am 2. November schreibt People's Viennaline Geschichte. Die Regionalairline nimmt dann ihren neuen Flug von St. Gallen Altenrhein nach Köln auf. Das alleine wäre kein Rekord. Doch die 50-plätzige Embraer 145 fliegt zuerst rund acht Minuten lang auf rund 1800 Metern über den Bodensee und damit über die Landesgrenze zwischen der Schweiz und Deutschland, bis sie kurz in Friedrichshafen zwischenlandet. Damit ist dieses Teilstück der kürzeste internationale Linienflug der Welt.

Für People's Viennaline ist es ein erfreulicher Expansionsschritt, für den Flughafen Friedrichshafen ist es die lang ersehnte Wiederaufnahme der seit dem Grounding von Intersky stillgelegten Strecke nach Köln. Und für Meinrad Geschwend ist es ein Unding. Der Politiker sitzt für die Grünen im Parlament von St. Gallen, dem Sitzkanton des Flughafens Altenrhein. Es sei allgemein bekannt, dass für Kurzstrecken der öffentliche Verkehr dem Flugverkehr vorzuziehen sei, schreibt er gemäß der Zeitung St. Galler Tagblatt in einem im September eingereichten Vorstoß.

Eher auf Expansion eingestellt

Für Geschwend widerspricht der Mini-Flug über den Bodensee der Kantonsverfassung. Sie halte fest: «Der Staat setzt sich zum Ziel, dass der Mensch und die natürliche Umwelt vor schädlichen oder lästigen Einwirkungen bewahrt werden». Zudem würden frühere Versprechen, wonach es keine weiteren Flüge ab Altenrhein geben werde, unterlaufen. Der Grüne fordert die Regierung darum auf, das Überfliegen von schweizerischem Hoheitsgebiet zu verhindern.

Allgemein ist People's Viennaline eher auf Expansion eingestellt. «Für uns steht die Erweiterung des Ferienangebotes und die Evaluation deutscher Verbindungen im Vordergrund. Deutschland ist der wichtigste Handelspartner für unser vier Länder umfassendes Einzugsgebiet», so Airline-Chef Daniel Steffen kürzlich im Interview mit aeroTELEGRAPH. Im Sommer 2017 schafft sich die Regionalairline dafür eine zweite eigene Embraer E170 an.

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