Passagier von Norwegian: Die Passagiere sind zufrieden, die Investoren nicht.

GeldmangelNorwegian kann Schulden nicht zurückzahlen

Die Billigairline kämpft noch immer ums Überleben. Jetzt muss Norwegian die Rückzahlung von Anleihen verschieben, um genug Liquidität zu haben.

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Norwegian ist eigentlich zufrieden mit den Fortschritten. Man bewege sich in die richtige Richtung, erklärte die angeschlagene Billigairline im Juli. Man habe im laufenden Jahr schon Kosteneinsparungen von einer Milliarde norwegische Kronen oder umgerechnet 100 Millionen Euro realisiert. Größerer Umsatz, mehr Passagiere, höherer Betriebsgewinn - alle Kennzahlen zeigten eine Besserung, so das Management.

Dennoch ist Norwegian noch lange nicht gesund. Das Unternehmen drückt eine hohe Schuldenlast. Um sie zu reduzieren, verkaufte es Mitte August seinen Anteil an der profitablen Bank Norwegian für 2,2 Milliarden Kronen. Trotzdem kann es die Anleihe über 250 Millionen Euro nicht zurückzahlen, die im Dezember fällig wird.

«Angemessenes Liquiditätspolster» sicherstellen

Deshalb bittet Norwegian die Investoren, die Rückzahlung der Anleihe auf November 2021 zu verschieben. Eine andere Anleihe über 130 Millionen Euro wäre im August 2020 fällig geworden. Sie soll erst im Februar 2022 zurückbezahlt werden. So wolle man «einen erfolgreichen Betrieb und ein angemessenes Liquiditätspolster» sicherstellen, erklärt die Fluggesellschaft in einer Mitteilung.

Die Anleihensgläubiger werden am 16. September über die Bitte abstimmen. Norwegian bietet ihnen als Sicherheit die 18 Slots (Zeitfenster für Starts und Landungen) in London-Gatwick an. Norwegian leidet unter Wachstumsschmerzen. Die Fluggesellschaft hat gleichzeitig zu viele Routen eröffnet, die noch keinen Gewinn abwerfen und zu hohe Investitionen getätigt. Zugleich spürt sie das Grounding der Boeing 737 Max. Sie besitzt 18 Stück davon.

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