Heckflosse von Fly A: Die Airline will eine Marktlücke füllen. (Montage)

Neuer Billigflieger aus der Schweiz

Fly A heißt die neue Airline aus Genf, die Europa zu Kampfpreisen mit Zielen in den USA verbinden will. Starten soll sie Mitte 2013.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Die Pläne scheinen bereits ziemlich konkret zu sein. Die neue Schweizer Fluggesellschaft werde rund 200 Mitarbeitende zählen und mit einer Flotte von drei Airbus A330 starten. Fly A, so der Name, will sich als Langstrecken-Billigflieger positionieren. «Der von uns aufgestellte Geschäftsplan verspricht, dass wir gewisse Interkontinentalflüge für unter 100 Franken anbieten können», bestätigte Firmenchef Julian Cook gegenüber der Nachrichtenagentur SDA einen Bericht des Wirtschaftsmagazins PME Magazine. Das entspricht Preisen von knapp 85 Euro. Vorbild für die Airline sollen Easyjet und Ryanair sein. Das bedeutet, dass die Tickets sehr günstig sind, alle anderen Zusatzleistungen aber extra kosten werden.

Cook ist in der Luftfahrt kein Unbekannter. Nachdem die Swiss 2003 entschied, die Route von Genf nach Lugano einzustellen, gründete der Genfer Unternehmer Flybaboo. Die Airline startete mit einem geleasten Bombardier Dash-8-Flieger, später kaufte sie zwei eigene Maschinen des Typs, dann auch drei Embraer E190. Sie baute ihr Netz laufend aus und flog Ziele in ganz Europa an. Geld verdiente sie aber nie. Im Herbst 2010 war Flybaboo am Ende und wurde von der Konkurrentin Darwin Airlines geschluckt. Cook war bereits 2007 ausgestiegen und hatte die Airline an Investoren aus dem Libanon verkauft. Schon drei Jahre später bereitete der Genfer sein Comeback vor und gründete die Fly Africa Holding. Sie sollte dereinst als Fluglinie in Westafrika operieren. Wohl nicht zuletzt weil Easyjet-Gründer Stelios Haji-Ioannou 2011 Fastjet als Billigflieger für Afrika vorstellte, änderten sich Cooks Pläne. Aus dem Unternehmen Fly Africa mit Sitz in Genf wurde Fly A (siehe Dokument unten).

Suche nach Investoren

In einer ersten Phase von fünf bis sieben Jahren will sich Cook mit seiner Airline auf Flüge von bis zu zehn Stunden konzentrieren. Man wolle «verschiedene europäische Metropolen mit großen Küstenstädten in den USA verbinden», sagt Cook. Ab London oder Paris plane man Flüge nach New York, Boston, Montréal oder auch Miami. Mit einem Grundkapital von 760'000 Franken besitzt das Unternehmen des Schweizer Aviatikunternehmers derzeit noch zuwenig Mittel, um den Flugbetrieb aufzunehmen. 190 Millionen Franken will Cook in den nächsten zwölf Monaten aufnehmen. Er sei bereits mit Investoren im Gespräch, die aus der Lowcost-Branche stammten. Im Sommer 2013 will die Airline dann erstmals abheben.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies