Der Airbus A380 von Global Airlines auf einem Foto aus dem Jahr 2025: War schon lange nicht mehr in der Luft.

Airbus-A380-AirlineNeuer Ärger für Global Airlines: Gläubigerin beantragt Liquidation

Bis Ende des Jahres will Global Airlines wieder mit ihrem Airbus A380 abheben. Zunächst sieht sich die Fluggesellschaft aber einem Antrag auf Liquidation gegenüber.

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Luftfahrt

Ende Juni stellte Global-Airlines-Gründer und -Chef James Asquith drei unternehmerische Ziele vor: 1. Global Airlines' Airbus A380 mit dem Kennzeichen 9H-GLOBL vor Ende 2026 wieder in die Luft bekommen, der seit Sommer vergangenen Jahres in Tarbes steht. 2. Ein weiteres Flugzeug einflotten. 3. Flüge zwischen Großbritannien und den Malediven anbieten.

Große Neuigkeiten gibt es um die virtuelle A380-Airline seitdem nicht - zumindest nicht nach außen hin. Hinter den Kulissen muss sich das Unternehmen aber gegen einen Antrag auf Liquidation (Englisch: Petition to Wind Up) wehren, wie zuerst das Portal DJs Aviation berichtete. Demnach gab es bereits 2025 einen solchen Antrag, der aber wieder zurückgezogen wurde.

Antrag auf Liquidation und Kanzlei mit Luftfahrt-Fokus

Am 29. Mai 2026 wurde ein weiterer Antrag auf Liquidation eingereicht, dieses Mal von Jessica Huffman Reese aus Naples in den USA, die laut dem britischen Amtsblatt The Gazette «geltend macht, Gläubigerin des Unternehmens zu sein». Vertreten wird sie von einer Anwältin der Wirtschaftskanzlei Vedder Price, zu deren größten Spezialisierungen das Fachgebiet der Luftfahrtfinanzierung gehört.

In der Angelegenheit wurden zwei Anhörungen angesetzt: am 15. Juli und am 2. September. Bei beiden Terminen ist zu deren Inhalt und Ausgang bisher nichts bekannt. Ebenfalls ist unklar, um wie viel Geld es bei den möglichen Forderungen der Antragstellerin geht.

Antragstellerin gegen Global Airlines mit Luxus-Adresse

Auch lässt sich zu Jessica Huffman Reese wenig herausfinden. Ihre Adresse, die im Antrag genannt ist, liegt in einer Luxus-Gegend mit Villen in Strandlage des Ortes im Bundesstaat Florida. Wie Recherchen von aeroTELEGRAPH zeigen, wurde das Anwesen im Jahr 2020 für 6,5 Millionen Dollar verkauft, heute wird der Wert auf einer Immobilienplattform sogar auf fast 12 Millionen geschätzt.

Außerdem gibt es auf der kommerziellen, britischen Gerichtsdaten-Webseite Caseboard Hinweise darauf, dass Huffman Reese im März 2026 womöglich schon einmal einen Antrag gegen Global Airlines stellte, diesen aber anschließend wieder zurückzog.

Kein Insolvenzantrag von Global Airlines bekannt

Was sich sagen lässt, ist: Global Airlines sieht sich einem Antrag auf Liquidation gegenüber, und das nicht zum ersten Mal. Das heißt aber nicht unbedingt, dass die Firma insolvent wird. Zwar ist der Antrag dem Insolvenzrecht zugeordnet, das ist aber lediglich der Rechtsrahmen, in dem solche Anträge möglich sind, und nach dem das Verfahren geführt wird.

Ein Insolvenzantrag ist dagegen in den öffentlich zugänglichen Unterlagen nicht zu finden: Im britischen Handelsregister gibt es seit einer Personalie im Mai keine neuen Einträge zu Global Airlines. Auch in The Gazette findet sich seit Juni kein Update mehr. Und eine aktuelle Stellungnahme von Global Airlines in dieser Angelegenheit gibt es bisher ebenfalls nicht.

Gewichtiger Abgang im Vorstand

Doch es gibt durchaus gewichtige personelle Veränderungen. Vorstand Richard Stephenson dieser Tage öffentlich klar, dass er nicht mehr Vertriebschef von Global Airlines ist: Er sucht nach neuen beruflichen Herausforderungen.

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