Der Airbus A380 von Global Airlines auf einem Foto aus dem Jahr 2025: War schon lange nicht mehr in der Luft.

Airbus-A380-AirlineNeuer Ärger für Global Airlines: Gläubigerin beantragt Liquidation

Bis Ende des Jahres will Global Airlines wieder mit ihrem Airbus A380 abheben. Zunächst sieht sich die Fluggesellschaft aber einem Antrag auf Liquidation gegenüber.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Ende Juni stellte Global-Airlines-Gründer und -Chef James Asquith drei unternehmerische Ziele vor: 1. Global Airlines' Airbus A380 mit dem Kennzeichen 9H-GLOBL vor Ende 2026 wieder in die Luft bekommen, der seit Sommer vergangenen Jahres in Tarbes steht. 2. Ein weiteres Flugzeug einflotten. 3. Flüge zwischen Großbritannien und den Malediven anbieten.

Große Neuigkeiten gibt es um die virtuelle A380-Airline seitdem nicht - zumindest nicht nach außen hin. Hinter den Kulissen muss sich das Unternehmen aber gegen einen Antrag auf Liquidation (Englisch: Petition to Wind Up) wehren, wie zuerst das Portal DJs Aviation berichtete. Demnach gab es bereits 2025 einen solchen Antrag, der aber wieder zurückgezogen wurde.

Antrag auf Liquidation und Kanzlei mit Luftfahrt-Fokus

Am 29. Mai 2026 wurde ein weiterer Antrag auf Liquidation eingereicht, dieses Mal von Jessica Huffman Reese aus Naples in den USA, die laut dem britischen Amtsblatt The Gazette «geltend macht, Gläubigerin des Unternehmens zu sein». Vertreten wird sie von einer Anwältin der Wirtschaftskanzlei Vedder Price, zu deren größten Spezialisierungen das Fachgebiet der Luftfahrtfinanzierung gehört.

In der Angelegenheit wurden zwei Anhörungen angesetzt: am 15. Juli und am 2. September. Bei beiden Terminen ist zu deren Inhalt und Ausgang bisher nichts bekannt. Ebenfalls ist unklar, um wie viel Geld es bei den möglichen Forderungen der Antragstellerin geht.

Antragstellerin gegen Global Airlines mit Luxus-Adresse

Auch lässt sich zu Jessica Huffman Reese wenig herausfinden. Ihre Adresse, die im Antrag genannt ist, liegt in einer Luxus-Gegend mit Villen in Strandlage des Ortes im Bundesstaat Florida. Wie Recherchen von aeroTELEGRAPH zeigen, wurde das Anwesen im Jahr 2020 für 6,5 Millionen Dollar verkauft, heute wird der Wert auf einer Immobilienplattform sogar auf fast 12 Millionen geschätzt.

Außerdem gibt es auf der kommerziellen, britischen Gerichtsdaten-Webseite Caseboard Hinweise darauf, dass Huffman Reese im März 2026 womöglich schon einmal einen Antrag gegen Global Airlines stellte, diesen aber anschließend wieder zurückzog.

Kein Insolvenzantrag von Global Airlines bekannt

Was sich sagen lässt, ist: Global Airlines sieht sich einem Antrag auf Liquidation gegenüber, und das nicht zum ersten Mal. Das heißt aber nicht unbedingt, dass die Firma insolvent wird. Zwar ist der Antrag dem Insolvenzrecht zugeordnet, das ist aber lediglich der Rechtsrahmen, in dem solche Anträge möglich sind, und nach dem das Verfahren geführt wird.

Ein Insolvenzantrag ist dagegen in den öffentlich zugänglichen Unterlagen nicht zu finden: Im britischen Handelsregister gibt es seit einer Personalie im Mai keine neuen Einträge zu Global Airlines. Auch in The Gazette findet sich seit Juni kein Update mehr. Und eine aktuelle Stellungnahme von Global Airlines in dieser Angelegenheit gibt es bisher ebenfalls nicht.

Gewichtiger Abgang im Vorstand

Doch es gibt durchaus gewichtige personelle Veränderungen. Vorstand Richard Stephenson dieser Tage öffentlich klar, dass er nicht mehr Vertriebschef von Global Airlines ist: Er sucht nach neuen beruflichen Herausforderungen.

Fundierte Recherchen, Einordnung und Unabhängigkeit: Unsere Fachredaktion kennt die Luftfahrt aus Interviews, Daten und Recherchen vor Ort. Für den Preis eines Kaffees im Monat unterstützen Sie diese Arbeit und lesen aeroTELEGRAPH ohne Werbung. Ihre Unterstützung macht den Unterschied. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Der Airbus A380 von Global Airlines: Soll vor Jahresende wider fliegen.

Global Airlines will weiteres Flugzeug - und die Malediven ansteuern

ticker-global-airlines

Global Airlines verkleinert Führungsspitze

Airbus A340-300 in Global-Airlines-Livery: Wird das das zweite Flugzeug für Global Airlines?

Ein Airbus A340 für Global Airlines

Airbus A380 mit der Seriennnummer 006: Flog einst in diesem Design für Hi Fly.

9H-MIP: Warum flog ein Airbus A380 von Tarbes nach Dresden?

Video

Der Moment bevor das Kleinflugzeug mit dem Helikopter Kollidiert: Jetzt ist der NTSB-Bericht erschienen.
Vor zwei Wochen kollidierten eine Cessna 150 und ein Bell 407 an einem Flugplatz in Pennsylvania. Was in den letzten Sekunden davor geschah, zeigt nun der erste Zwischenbericht der Untersuchungsbehörde NTSB.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A400M der Roal Air Force nach der Landung in Jan Mayen: Mit dem Transporter wurden Nato-Kontingente in die Arktis verlegt.
US-Marines, britische Royal Marines und norwegische Soldatinnen und Soldaten üben auf Jan Mayen. Airbus A400 M und Lockheed C-130 brachten für die Manöver neben Truppen auch Material auf die abgelegene Arktisinsel.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Jetblue führt eine neue Business-Class auf Inlandsflügen ein: Blue First soll noch 2026 starten.
Mit Blue First nähert sich die US-Airline immer mehr der Konkurrenz an. Die neue Kabine von Jetblue bietet eine Business Class im Inland mit breiten Sesseln, eigenem Cocktail-Menü und Bento-Box.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies