Flugzeug von ITA Airways: Lufthansa Group glaubt an die Marke.

Integration gestartetMehr Lufthansa, aber nicht weniger Italien - ITA-Integration hat begonnen

Nach und nach integriert die Lufthansa-Gruppe ihre neue Tochter. Dabei legt sie Wert darauf, die Identität von ITA zu wahren. Wie beides funktionieren soll, erklärte das Management jetzt in Rom.

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«Do you have beer?» (Haben Sie Bier?), fragt ein deutscher Geschäftsreisender das Barpersonal der Lounge von ITA Airways am Flughafen Rom-Fiumicino. Peroni oder Nastro Azurro bietet der Barmann dem Kunden an. Dessen Antwort: «Pils?» Der Barmann, sichtlich amüsiert, ergänzt die Auswahl um ein Heineken-Lager, bevor der Geschäftsmann sich für ein Nastro Azzurro entscheidet. «Better than Pils», sagt der Lounge-Mitarbeiter dazu und reicht das Bier stilecht im Weinglas. Besser als ein Pils.

Deutsche sind in der Lounge von ITA Airways aktuell noch nicht übermäßig vertreten. Denn Reisende der Lufthansa-Gruppe, zu der ITA seit Kurzem gehört, nutzen noch eine andere Lounge. Die Integration der neuen Tochter hat gerade erst begonnen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr reiste nach Rom, um am Montag (3. Februar) den offiziellen Start gemeinsam mit Geschäftsführer Jörg Eberhart und Verwaltungsratspräsident Sandro Pappalardo zu feiern. Sein Grußwort beginnt Spohr zur Freude der anwesenden italienischen Presse in der Landessprache - und lobt dabei Italien in höchsten Tönen.

Spohr sieht ungenutztes Potenzial bei ITA

«Ich habe über drei Jahre gewartet, hier zu sitzen und es fühlt sich einfach toll an», sagt Spohr. «Für uns bei Lufthansa ist die Tatsache, dass ITA endlich Teil der Gruppe wird, mehr als eine Finanztransaktion.» Es handele sich um ein Versprechen. Gegenüber den Kunden, den Mitarbeitenden, aber auch gegenüber Italien und der italienischen Wirtschaft. Nie habe man durch einen Zukauf einen derart großen Einzugsbereich dazu erhalten wie jetzt.

ITA Airways gegenüber lautet das Versprechen: Wachstum. Italien sei ein riesiger Markt - die drittgrößte Wirtschaftsmacht in der EU und der viertgrößte Inbound-Markt in der globalen Luftfahrt. «Als Heimatanbeiterin hat ITA hier einen zu niedrigen Marktanteil», so Spohr. «Ein Marktanteil von 12 Prozent auf dem Transatlantikmarkt reflektiert nicht das Potenzial und die Marke ITA.». Daher werde man alles daran setzen, die Airline zu stärken, und «mehr Leute in italienische Flugzeuge zu setzen».

Zusammenzug in Frankfurt und München

Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe wie Lufthansa hilft dabei - auch, wenn die Integration erst am Anfang steht und sich bis 2027 hinziehen dürfte. Erste Effekte spüren die Reisenden aber bereits. Ab sofort sammeln Mitglieder der Vielfliegerprogramme Miles & More und Volare auf den gegenseitigen Flügen Meilen und Punkte. Später im Jahr soll Volare dann voll in Lufthansas Meilenprogramm integriert werden.

Mit Beginn des Sommerflugplans am 30. März startet dann die nächste Phase. ITA Airways zieht in Frankfurt und München zu Lufthansa ins Terminal. In Frankfurt bedeutet das den Wechsel ins Terminal 1, in München ins Terminal 2. Die Umsteigezeiten verkürzen sich dadurch.

Angepasste Flugpläne und Codeshare

Zudem haben die Airlines die Flugpläne angepasst. Die Flugverbindungen zwischen den Drehkreuzen von Lufthansa Group - Frankfurt, München, Zürich, Wien und Brüssel - und den beiden Hauptflughäfen von ITA Airways, Rom und Mailand-Linate besser über den Tag hinweg aufgeteilt, um Gästen mehr Reiseflexibilität zu bieten. Abgestimmte Abflugzeiten bedeuten für die Reisenden weniger Wartezeit und bessere Anbindung an die Langstreckenverbindungen.

Am 30. März  beginnt auch der Codeshare zwischen den Lufthansa-Airlines und ITA. Nach der vollständigen Umsetzung werden Fluggäste von ITA Airways Zugang zu über 250 Zielen der Lufthansa-Gruppe haben. Für Passagiere der Fluggesellschaften von Lufthansa Group wird das Angebot um Inlandsflüge von ITA Airways nach Sizilien, Sardinien, Kalabrien und Apulien erweitert. Buchbar ist das alles ab dem 25. Februar.

Lounge-Zugang ab Ende März

Und mit dem Beginn des Sommerflugplans dürfte man auch mehr Deutsche in den Lounges von ITA Airways sehen. Ab dann stehen die Lounges der Lufthansa-Gruppe auch den Reisenden von ITA Airways offen.

Und was passiert mit dem Produkt? ITA Airways bietet an Bord aktuell auch in der Economy Class Getränke und kleine Snacks an, auch die Kabine unterscheidet sich von denen der neuen Schwestern. Aktuell plane man nicht, daran viel zu ändern, heißt es dazu von ITA-Airways-Chef Jörg Eberhart auf der Pressekonferenz. Man sei sich bewusst, dass ITA eine starke Marke mit einem guten Produkt sei.

«Wir werden nicht unsere Identität verlieren»

Auch Verwaltungsratschef Sandro Pappalardo zerstreut Sorgen um eine Lufthansaisierung von ITA Airways. «Wir werden nicht unsere Identität verlieren», versichert er. ITA bleibt das Bild der wunderbaren Nation, die wir repräsentieren und Botschafterin Italiens.» Die Frage nach dem Pils dürfte in der Lounge in Rom also auch weiterhin für Lacher sorgen.

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