Lufthansa-Jets: Bald nicht mehr in Jekaterinburg.

Lufthansa: Weg aus Jekaterinburg

Die deutsche Fluglinie stellt die Flüge in die russischen Stadt ein. Laut Lufthansa aus wirtschaftlichen Gründen. In der Politik vermutet man andere Gründe.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Mitte Januar 2014 ist es vorbei. Dann stellt die deutsche Lufthansa ihre Flüge ins russische Jekaterinburg ein. Zehn Jahre lang ist die Airline in die russische Stadt geflogen. Man bedaure das Ende der Partnerschaft tief, heißt es von Seiten der Stadt. Als Grund für den Rückzug nennt Lufthansa-Sprecher Klaus Gorny wirtschaftliche Gründe. «Es ist ein ziemlich langer Flug, allein das verursacht schon hohe Kosten», erklärt er.

So könne man für die Tickets etwa nicht mehr verlangen als für die Strecke nach Rom. Der Flug sei aber etwa drei mal so lang. «Das ist der Hauptgrund», so Gorny. In der russischen Opposition wittert man allerdings weit heiklere Gründe. Russland habe Lufthansa gezielt vom Markt getrieben, so Politiker Alexander Burkow gegenüber der Nachrichtenagentur Ria Novosti. Man wolle inländischen Anbieter schützen, die Deutschen hätten darunter zu leiden.

Unkomfortabler Abflugszeitpunkt

Allein der Abflugszeitpunkt um 4:00 Uhr morgens sei alles andere als komfortabel gewesen, so der Politiker. Aber auch andere Maßnahmen hält er für möglich. Der Flughafen von Ekaterinburg redet laut Informationen der Medien momentan mit fünf russischen Anbietern über die Möglichkeit, die Slots von Lufthansa ab Januar zu füllen.

Dass der Abschied für immer sei, sei indes nicht gesagt, fügt Lufthansa-Sprecher Gorny an. «Russland ist natürlich langfristig auch ein interessanter Markt», sagt er. «Zu Beispiel ist die Expo 2020 in Ekaterinburg eine interessante Sache.» Man behalte den Markt also scharf im Auge.

Mehr zum Thema

Zweiter Prototyp der Yakovlev MS 21-310:  Russland will neue Gebühr zur Finanzierung.

Passagiere sollen teure Flugzeuge aus russischer Produktion bezahlen

Embraer E190 von Wideroe: Mit diesem Flugzeugtyp wurden die Russinnen und Russen Richtung Heim geflogen.

Widerøe fliegt Russen im Spitzbergen-Eklat zurück nach Hause

Airbus A330 von Aeroflot: Bald mit iranischen Teilen?

Von der Airbus-A330-Wartung zur Teilefertigung: So weit gingen Russlands Pläne mit Iran

ticker-russland

Russland plant milliardenschweren Ausbau seiner Flughäfen

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier