Neue Business-Sitze: So soll es bald in den Airbus A380 von Lufthansa aussehen.

Weniger Business-PlätzeLufthansa reduziert in den Airbus A380 die Kabinencrew

Derzeit wird der erste Airbus A380 der deutschen Fluglinie mit der neuen Kabine ausgestattet. Die Business-Class wird rundum neu, schrumpft aber um zehn Plätze. Deshalb braucht Lufthansa an Bord weniger Personal.

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Es war für den Airbus A380 mit dem Kennzeichen D-AIMC nur ein kurzer Flug: Er startete am 1. Februar unter der Flugnummer LH9900 von München nach Dresden. Am Flughafen sitzen die Elbe Flugzeugwerke EFW. Und dort erhält das 16 Jahre alte Flugzeug von Lufthansa eine neue Kabine. Mitte April wird es zurück in München erwartet.

Die größte Neuerung betrifft die Business Class. Lufthansa wird die A380 zwar nicht mit Allegris ausstatten, aber in der neuen Kabine wird jeder Sitz vom Gang aus erreichbar sein. Der Konzern hat sich für die Sitze von Thompson Aero entschieden, die bereits zertifiziert sind. Qantas hat diese Sitze bereits in ihren Airbus A380 verbaut.

Lufthansa bietet weniger Business-Class-Sitze an

Die neuen Sitze bieten eine Breite von 58 Zentimetern, eine Bettlänge von mindestens zwei Metern sowie moderne Ausstattungsmerkmale wie Bluetooth-Verbindungen und flexible Trennwände. Mit Folgen für die Sitzplatzanzahl: Die neue Business Class fasst 68 Passagiere – zehn weniger als bisher. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf den Personalschlüssel.

In einer internen Mitteilung an die Beschäftigten, die dem aeroTELEGRAPH vorliegt, teilt der Lufthansa-Konzern mit, dass in den Airbus A380 künftig eine Position beim Kabinenpersonal entfällt. Konkret handelt es sich um die Position U2LB (Upper Deck Left Business), also im Oberdeck im linken Bereich der Business Class.

Künftig nur noch 20 Kabinenmitarbeitende im Airbus A380

Die Kabinencrew wird damit zukünftig aus einem Purser und 19 weiteren Crewmitgliedern bestehen. Bisher waren es ein Purser und 20 weitere Personen. Eine Sprecherin von Lufthansa bestätigt die Anpassungen gegenüber aeroTELEGRAPH.

Gleichzeitig schreiten die Vorbereitungen für die Vollzulassung der Boeing 787-9 mit der Allegris-Kabine voran. Weil sich die die Zertifizierung der Sitze im Dreamliner verzögert, kann Lufthansa aktuell nur 4 der 28 Business-Class-Sitze verkaufen.

Lufthansa stockt bei Boeing 787-9 auf

Um die Freigabe weiterer Plätze durch die Luftfahrtbehörde der USA vorzubereiten, hat Lufthansa die Anzahl der Besatzungsmitglieder an Bord der Dreamliner dagegen um eine Person erhöht. Seit dem 1. Februar 2026 kümmern sich ein Purser und um neun weitere Flugbegleitende um die Passagiere in den Boeing 787-9.

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