Flieger der bankrotten Ravn Alaska: 2o Kommunen ohne Linienflüge.

Aus von Ravn AlaskaKommunen in Alaska nach Pleite ohne Flugverbindung

Ravn bereitet ihre Liquidation vor. Abgelegene Kommunen und Gesundheitsarbeiter in Alaska sorgen sich nach dem Ende der Regionalairline wegen der fehlenden Linienflüge.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Nach 72 Jahren muss Ravn Alaska endgültig aufgeben. Die amerikanische Regionalairline mit Sitz in Anchorage, der größten Stadt des Bundesstaats Alaska, musste im April aufgrund der Covid-19-Pandemie Insolvenz anmelden.

Ein Neustart war nach Erhalt von Staatshilfen zwar geplant. Wie lokale Medien berichten, bereitet die Fluglinie mittlerweile aber ihre Liquidierung vor. Dies trifft nicht nur die etwa 1300 Mitarbeiter von Ravn Alaska hart. Die Airline besaß zuletzt 72 Propellerflugzeuge, mit den sie in Alaska rund 115 Kommunen versorgte. Unter anderem gehörten Cessna 180 Skywagon und De Havilland Dash 8 zur Flotte.

Teure Charterflüge

Für mehr als 20 Gemeinden stellte Ravn Air die einzigen Flugverbindungen zur Verfügung. Dass diese nun wegfallen, macht den Kommunen Probleme. Bereits vor dem Ausbruch des Coronavirus waren die abgelegenen Gebiete in medizinischen Notfällen auf die Flüge der Regionalairline angewiesen. Erkrankte oder Verletzte können Städte mit Krankenhäusern oft nur mit dem Flugzeug in angemessener Zeit erreichen.

Mittlerweile plant die Regierung Alaskas, mithilfe der Nationalgarde der US-Streitkräfte Rettungsflüge für Covid-19-Erkrankte durchzuführen. Dies berichtet der Radiosender KTOO. Das Aus von Ravn Airlines trifft die Gemeinden dennoch hart. Für alle Krankenflüge müssen sie derzeit teurere Charter-Airlines beauftragen, genauso wie für den Transport medizinischer Güter.

«Finanziell nicht machbar»

Mit bisher 370 bestätigten Fällen (Stand 05. Mai) gibt es in Alaska noch verhältnismäßig wenige Covid-19-Erkrankungen. Die Kosten für die Charterflüge belastet die Kassen der Yukon-Kuskokwim Health Corporation YKTH aber zu einem empfindlichen Zeitpunkt. Für etwa 50 Kommunen aus Alaska verwaltet die Organisation das Gesundheitssystem.

Bisher haben die Mehrkosten der Charterflüge die Arbeit der Organisation noch nicht beeinträchtigt, sagt eine Sprecherin des YKTH. Lange ist dies aber nicht mehr garantiert: «Im Moment haben wir dem Staat gesagt, dass es für uns finanziell nicht möglich ist, diese Kosten zu tragen, wenn keine Lösung gefunden wird», sagt die Sprecherin weiter.

Mehr zum Thema

Flieger von Alaska Airlines in Abendstimmung: Bald in der Oneworld-Allianz.

Alaska Airlines will Oneworld beitreten

Frachter von UPS in Anchorage: Der Frachtriese plant einen großen Ausbau des Drehkreuzes.

Alaskas Asien-Drehkreuz verhandelt über Millionen-Ausbau

Unalaska: Von der Außenwelt abgeschnitten.

Regierung von Unalaska ruft nach Crash Notstand aus

Anflug: Heute landen wir auf einem Inselflughafen.

Wie gut kennen Sie sich mit Inselflughäfen aus?

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin