Sie ist gerade erst etwas mehr als vier Jahre alt. Am 15. Oktober 2021 übernahm ITA Airways den Flugbetrieb von Alitalia. «Seither sind wir kontinuierlich gewachsen», sagt Jörg Eberhart. Und vergangenes Jahr habe man bereits den ersten Gewinn erzielt, so der Chef der italienischen Fluggesellschaft, die inzwischen zu 41 Prozent Lufthansa Group gehört. Noch in diesem Jahr will der deutsche Konzern auf 90 Prozent aufstocken.
Vorher schon macht ITA Airways aber einen anderen «historischen Schritt», wie Eberhart am Dienstag (31. März) bei einer Pressekonferenz in Rom sagte. «Ab dem 1. April sind wir Vollmitglied der Star Alliance», so der Airline-Chef. Man könne den Kundinnen und Kunden dank 25 Partnerairlines nun Flüge zu 1150 Zielen und mehr als 1000 Lounges weltweit anbieten. Und das «nahtlos, einheitlich und von hoher Qualität.»
Erstes neues Vollmitglied für Star Alliance in über elf Jahren
Auf etwas ist Eberhart besonders stolz. Den Beitritt habe man innerhalb von nur gerade acht Monaten durchgezogen, so der ITA-Airways-Chef. Nach dem Austritt aus dem Skyteam-Bündnis war die Fluggesellschaft vorübergehend allianzlos gewesen. Sie wird aber nicht nur Mitglied bei Star Alliance, sondern tritt auch dem Lufthansa-Group-Vielfliegerprpogramm Miles and More bei. «Mit Stolz und Ambitionen», so Eberhart.
Auch für die Star Alliance ist der Beitritt von ITA Airways ein wichtiger Moment. Die italienische Nationalairline ist das erste neue Vollmitglied in mehr als elf Jahren. «Wir können nun unser globales Angebot nochmals ausbauen» so Allianzchef Theo Panagiotoulias. Die Zugehörigkeit zum Bündnis zeigt die Fluggesellschaft auch gleich mit einem Flugzeug. Der Airbus A320 mit dem Kennzeichen EI-EIB trägt nun die Lackierung von Star Alliance.
Erstes neues Vollmitglied für Star Alliance in über elf Jahren
Wie wichtig der Schritt auch für Lufthansa Group ist, legte Kommerzchef Dieter Vranckx dar. Mit ITA Airways bekomme man ein Standbein in «einem der dynamischsten Luftfahrtmärkte Europas». Das Land ziehe jedes Jahr über 180 Millionen Touristinnen und Touristen an. «Und Mailand ist das zweitgrößte Einzugsgebiet in Europa», so der Manager weiter.
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