Flugbegleiterinnen von Air Asia: Bald auch in Indien unterwegs

Indien lockert Luftfahrt-Regeln

Bisher gab es in Indien strenge Beschränkungen für Fluggesellschaften, die internationale Flüge anbieten wollen. Das soll sich nun ändern.

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Sie wird die 5/20-Regel genannt. Wenn eine Fluggesellschaft in Indien auch internationale Flüge anbieten will, muss sie mindestens fünf Jahre existieren und ihre Flotte muss mindestens zwanzig Flieger umfassen. Doch nun hat das Luftfahrtministerium in Delhi vor, diese Regel zu ändern. Ein entsprechender Antrag sei bereits an das Kabinett gesandt worden, heißt es in der Zeitung Business Standard. Doch höchstwahrscheinlich werde die finale Entscheidung erst nach Wahlen fallen, deren Ergebnisse am 16 Mai bekannt gegeben werden.

Der indische Airline-Verband Federation of Indian Airlines (FIA) hat sich bereits im Vorfeld stark gegen das Vorhaben gesträubt. Alle indischen Fluggesellschaften erfüllen momentan die Regeln oder sind kurz davor, doch machen allein mit ihrem Inlandsgeschäft massive Verluste. Für sie käme eine Lockerung also ohnehin zu spät. Die Regierung denke mit dem Vorhaben schlicht und einfach an die internationalen Investoren, die neue Fluggesellschaften im Land planen, so der Vorwurf.

Air Asia und Co. profitieren

So unwahrscheinlich ist das nicht. Denn: Sowohl Singapore Airlines als auch Air Asia planen, schon in diesem Jahr den Betrieb im Land aufzunehmen, beide wollen zunächst Inlandsflüge anbieten. Doch falls die Regel tatsächlich gelockert würde, dürften beide Fluggesellschaften schon bald überlegen, auch internationale Ziele anzufliegen - und die bestehenden indischen Anbieter noch mehr zu konkurrenzieren. Vor allem Air-Asia-Chef Tony Fernandes hat schon oft gegen die strikten Regeln in Indien gekämpft.

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