Die Botschafter:innen der EU-Mitgliedstaaten haben einen Kompromiss zur Reform der Fluggastrechte abgelehnt, auf den sich Verhandler des Europäischen Parlaments und des Ministerrats zuvor verständigt hatten. Nach Angaben mehrerer Diplomaten fand der Vorschlag keine qualifizierte Mehrheit, berichtet das Portal Politico.
Der Kompromiss hätte die bisherigen Entschädigungsregelungen bei Flugverspätungen und Annullierungen beibehalten. Neu vorgesehen war unter anderem, dass Fluggesellschaften anspruchsberechtigten Passagieren innerhalb von 48 Stunden nach der planmäßigen Ankunft einen Link zu einem Entschädigungsformular zusenden müssen.
Die Ablehnung erfolgte aus unterschiedlichen Gründen. Einige Staaten forderten einen stärkeren Schutz der Passagierrechte, andere wollten die zusätzlichen Kosten für Fluggesellschaften begrenzen.
Den Verhandlungsparteien bleibt nun bis zum 15. Juni Zeit, einen neuen Kompromiss zu finden. Gelingt dies nicht, bleibt die derzeitige Regelung unverändert bestehen.