Willie Walsh: Der 59-Jährige übernimmt das Ruder im April.

Nachfolge geregeltIAG-Chef Willie Walsh tritt schon bald zurück

Beim britisch-spanischen Luftfahrtriesen IAG endet eine Ära: Chef Willie Walsh zieht sich in den kommenden Monaten zurück. Sein Nachfolger kommt aus Spanien.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Dass Willie Walsh nicht mehr ewig IAG-Chef bleiben wird, hatte der mittlerweile 58-Jährige immer wieder angekündigt. Nachdem er einst mit 55 in Rente hatte gehen wollen, erhöhte er die Grenze kürzlich auf 60 – das wäre im Jahr 2021 der Fall. Nun geht es doch schneller als gedacht. IAG teilte am Donnerstagmorgen (9. Januar) mit, dass Willie Walsh seinen Posten als Geschäftsführer der International Consolidated Airlines Group Ende März 2020 bereits räumen wird und am 30. Juni endgültig in Rente geht.

Auch seine Rolle im Aufsichtsrat der Airline-Gruppe werde Walsh bereits am 26 März aufgeben. Sein Nachfolger wird der jetzige Iberia-Chef Luis Gallego. Dessen Nachfolger wiederum steht noch nicht fest. Man werde diesen «zu gegebener Zeit» vermelden.

Zugänglicher Chef, aber harter Verhandler

Auf Walsh zu folgen ist sicherlich nicht einfach. Der Ire ist der Architekt hinter der Entstehung von IAG, die mittlerweile eine der größten Airline-Gruppen Europas und weltweit ist. Er steuerte das Zusammengehen von British Airways und Iberia zu IAG 2011 und den Zukauf von Aer Lingus 2015.

Der aktuellste Coup war die Übernahme von Air Europa, die im November 2019 bekannt wurde. Zum sorgte Walsh im vergangenen Jahr für Aufsehen, als er auf der Paris Air Show eine Absichtserklärung über den Kauf von 200 Boeing 737 Max unterzeichnete und dem Flugzeugbauer damit einen riesigen Vertrauensbeweis erbrachte.

Pilotentest, um Schule zu schwänzen

Walsh gilt als zugänglich und jovial, kann aber auch knallhart sein. In Verhandlungen mit Gewerkschaften ist er gefürchtet. Das war bereits zu seiner Zeit als Chef von British Airways so. Obwohl oder vielleicht gerade weil er als Pilot von Aer Lingus früher selbst Gewerkschaftssprecher war, bevor er von der Airline ins Management berufen wurde.

Angefangen hatte Walsh in der Branche mit 17 Jahren als Pilot bei Aer Lingus mehr oder weniger zufällig - er war nur zum Test gegangen, um die Schule zu schwänzen. Von da an ging seine Karriere aber stetig aufwärts. Bei der irischen Fluglinie stieg er bis zum CEO auf, später wechselte der auf den Chefsessel von British Airways und schließlich kam IAG. Man solle ihm bloß nicht nach Karrieretipps fragen, sagte Walsh einmal. Immerhin habe er nie eine Bewerbung schreiben müssen.

Mehr zum Thema

Willie Walsh: Der 59-Jährige übernimmt das Ruder im April.

«Sechs weitere Airbus A380 würden Sinn machen»

Embraer E190 von Air Europa: Die Fluglinie steuert 69 Ziele an und ist besonders in Südamerika stark.

IAG verstärkt Tochter Iberia mit Air Europa

Aer Lingus ließ bei ihrer neuen Lackierung die Triebwerksgondeln und das Leitwerk mit hinterem Rumpf noch grün.

IAG-Chef nennt Airbus-Verspätung «inakzeptabel»

ticker-british-airways

British Airways trennt Flüge nach Rio de Janeiro und Buenos Aires

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier