Ankunft mit dem Airbus A400 M in Venezuela: Hilfskräfte des THW mit Spürhunden gehen von Bord.

Nach ErdbebenAirbus A350 und A400 M bringen Hilfe nach Venezuela

Die deutsche Luftwaffe schickt Airbus A400 M nach Venezuela, um nach den verheerenden Erdbeben dort zu helfen. Auch kommerzielle Fluglinien stellen Flugzeuge zur Verfügung - so etwa Vietnam Airlines oder Iberia.

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Eine Woche nach den Erdbeben in Venezuela liegt die Zahl der Todesopfer mittlerweile bei rund 2000. Rund 10.000 weitere Menschen werden noch vermisst. Internationale Hilfe kommt auf dem Luftweg: Zur Unterstützung der Rettungsarbeiten vor Ort hat die deutsche Luftwaffe fünf Transportflugzeuge vom Typ Airbus A400 M mit Hilfsgütern und Personal ins Krisengebiet geschickt. Die ersten landeten am Samstag (27. Juni) in Venezuela.

An Bord waren neben medizinischem Fachpersonal auch Dutzende Freiwillige des Technischen Hilfswerks, kurz THW, die für Rettungsarbeiten unter schwierigen Bedingungen ausgestattet und ausgerüstet sind. Unter anderem haben sie speziell trainierte Spürhunde zum Auffinden verschütteter Personen sowie Material für Ortung und Bergung dabei.

Bild aus dem Video des THW (s.u.): Mit Hunden an Bord des Airbus A400 M.

Airbus A400 M in Rettungsflieger-Variante wird folgen

Im Laufe des Wochenendes landete auch das fünfte Flugzeug in Venezuela. «Die A400 M luden die transportierten Hilfsgüter und Hilfskräfte auf dem für zivile Flugzeuge aktuell gesperrten Flughafen der venezolanischen Hauptstadt Caracas aus», so die Bundeswehr.

«Im Anschluss wurden sie vorübergehend auf die nur wenige Kilometer vor dem venezolanischen Festland gelegene Insel Aruba verlegt.» Alle bis auf eines der Flugzeuge kehrten dann zunächst nach Deutschland zurück. «Ein eigens für den Transport Verletzter ausgestattete Rettungsflieger A400 M (Med Evac - Medical Evacuation) wird bis voraussichtlich zum 3. Juli 2026 auf Aruba stationiert bleiben», kündigt die Luftwaffe an.

So dokumentiert das THW die Reise im A400 M nach Venezuela im Video:

Airbus A350-900 von Vietnam Airlines auf Sondermission

Am 29. Juni flog aus Vietnam auch ein Airbus A350 von Vietnam Airlines in humanitärer Sondermission nach Venezuela. In dem Langstreckenflugzeug wurden «124 Einsatzkräfte für Suche und Rettung, 10 Rettungshunde sowie 25 Tonnen Ausrüstung und Hilfsgüter des vietnamesischen Verteidigungs- und Sicherheitsministeriums transportiert», so die Fluglinie.

Der Airbus A350 von Vietnam Airlines zu Beginn des Hilfseinsatzes.

Der Flug trug die Sonderflugnummer VN66 und ging von Hanoi über Paris nach Caracas. «Ein speziell zusammengestelltes Team aus Piloten, Kabinenpersonal, Technikern und Bodenpersonal wurde entsandt, um eine sichere und pünktliche Durchführung der Mission zu gewährleisten», erklärt Vietnam Airlines. Sie betreibt insgesamt 14 Airbus A350-900, zum Einsatz kam der Flieger mit dem Kennzeichen VN-A895. «Da dieser Mission nationale Priorität eingeräumt wird, kann es in den kommenden Tagen zu Anpassungen der Flugpläne kommen», so die Airline. Man danke den Kundinnen und Kunden für ihr Verständnis.

Auch Latam und Iberia schickten Hilfsflüge nach Venezuela

Auch andere Fluglinien haben schon Hilfe nach Venezuela gebracht, so etwa Latam mit einem Airbus A320 für Helferinnen und Helfer sowie einer Boeing 767-300 F für Hilfsgüter. Iberia schickte einen Airbus A330-200. Zudem fliegt Avianca von Bogota in Kolumbien nach Valencia in Venezuela, während Flüge nach Caracas nicht möglich sind, um die Anbindung des Landes zu garantieren. Die Fluglinie kündigte für die Route Sonderpreise für Tickets an.

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