Boeing 777 von Emirates: Bald ab Tel Aviv in die Welt?

Wunsch von IsraelEmirates könnte bald Langstrecken ab Tel Aviv anbieten

Seit bald drei Jahren fliegt die Golfairline nicht mehr nach Israel. Jetzt möchte die israelische Regierung Emirates offenbar mit einem spektakulären Angebot zurückholen. Es beinhaltet Flüge von Tel Aviv nach Bangkok und New York.

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Seit dem 7. Oktober 2023 fliegt Emirates nicht mehr nach Israel. Die Hamas-Attacken und der darauffolgende Gaza-Krieg hatten die einst schnell wachsenden Verbindungen zwischen Dubai und Tel Aviv abrupt beendet. Jetzt könnte die Golfairline jedoch nicht nur zurückkehren, sondern sogar Flüge von Israel nach New York und Bangkok aufnehmen.

Laut israelischen Medien hat das Verkehrsministerium des Landes bereits Gespräche mit Vertretern von Emirates geführt. Diskutiert werde dabei nicht nur eine Wiederaufnahme der Flüge nach Tel Aviv, sondern auch die Aufnahme neuer Langstrecken ab Israel.

Emirates dürfte Passagiere nur zwischen Tel Aviv und New York transportieren

Konkret geht es um sogenannte Verkehrsrechte der siebten Freiheit. Diese erlauben einer Airline, Flüge zwischen zwei fremden Staaten anzubieten, ohne dass der Flug das Heimatland der Fluggesellschaft berührt. Das unterscheidet sie von den Verkehrsrechten der Fünften Freiheit, bei denen das noch eine Bedingung ist.

Im Fall Tel Aviv - New York könnte Emirates also ausschließlich Passagiere zwischen Israel und den USA transportieren. Auch eine Verbindung nach Bangkok steht im Raum. Das wäre ein großer Unterschied zu den bekannten Fünfte-Freiheits-Flügen der Airline. Diese führen zwar ebenfalls zwischen Drittstaaten, sind aber Teil einer Verbindung ab Dubai. Beispiele sind Mailand New York oder Athen - New York-Newark.

Israel müsste für Flüge von Emirates Gesetze ändern

Damit die Pläne Realität werden, müsste Israel allerdings zunächst seine Luftfahrtgesetze anpassen. Zudem wäre auch eine Zustimmung der USA erforderlich. Israel versucht aber offenbar mit aller Kraft, Emirates zur Rückkehr nach Tel Aviv zu bewegen. Vor dem Krieg hatte die Airline die Strecke stark ausgebaut und mehrfach täglich bedient.

Die israelischen Fluggesellschaften dürften allerdings massiven Widerstand leisten. El Al, Arkia sollen laut den israelischen Berichten bereits gegen die Pläne mobilisieren. Gerade die Verbindung nach New York zählt zu ihren wichtigsten und profitabelsten Strecken. Auch US-Airlines könnten wenig begeistert sein. United Airlines fliegt Newark - Tel Aviv selbst und arbeitet gleichzeitig mit Emirates zusammen. Delta Air Lines kooperiert wiederum mit El Al.

Konkurrenz könnte Ticketpreise senken

Für Passagiere könnte der Schritt dagegen attraktiv werden. Mehr Konkurrenz auf den Strecken nach New York und Bangkok dürfte den Druck auf die Ticketpreise erhöhen.

Ob die Pläne tatsächlich umgesetzt werden, bleibt allerdings offen. Neben rechtlichen Hürden spielen auch politische Fragen eine Rolle. Beobachter halten es deshalb für möglich, dass die Diskussion derzeit auch innenpolitisch motiviert ist, insbesondere mit Blick auf die kommenden Wahlen in Israel.

Auch vorgezogene Neuwahlen in Israel möglich

Die nächste Parlamentswahl in Israel ist regulär spätestens am 27. Oktober vorgesehen. Gewählt wird die Knesset, also das israelische Parlament mit 120 Sitzen. Allerdings gibt es aktuell starke politische Spannungen in der Regierungskoalition von Benjamin Netanyahu. Deshalb wird über vorgezogene Neuwahlen diskutiert.

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