Marabus Flugroute: In Hannover statt in Hamburg gelandet.

Landungen in Nürnberg und HannoverDrohender Kerosinmangel in Hamburg führte zu Odysee eines Airbus A320 Neo von Marabu

Ein Airbus A320 Neo des Ferienfliegers war spätabends auf dem Weg nach Hamburg. Doch der drohende Kerosinmangel am Ziel sorgte dafür, dass der Jet von Marabu erst in Nürnberg landete und dann nach Hannover weiterflog.

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Obwohl am Flughafen Hamburg das Kerosin ausging, lief der Betrieb am Donnerstag (18. September) relativ stabil. Allerdings gab es schon am Abend zuvor Auswirkungen auf einen Flug von Marabu - mit doppelter Umleitung.

Flug DI6687 von Heraklion nach Hamburg am 17. September begann nämlich um kurz nach 22 Uhr südlich von Regensburg zu kreisen. Anschließend landete der Airbus A320 Neo um kurz nach 23 Uhr in Nürnberg. Dort hob er gegen Mitternacht wieder ab.

«Zwischenstopp zur Betankung am Flughafen Nürnberg»

Als er sich etwa auf halber Strecke zwischen Hannover und Hamburg befand, drehte der A320 Neo mit dem Kennzeichen ES-MBE gegen 0:32 Uhr um und flog zum Flughafen Hannover. Dort landete er um 0:56 Uhr, wie die Airport-Webseite anzeigt.

Eine Sprecherin von Condor-Schwester Marabu erklärt, der Flug habe «aufgrund der Meldung des drohenden Kerosinmangels am Flughafen Hamburg einen Zwischenstopp zur Betankung am Flughafen Nürnberg» eingelegt. «Aufgrund des Nachtflugverbots konnte die Maschine anschließend leider nicht mehr wie geplant in Hamburg landen und wurde nach Hannover umgeleitet.» Es folgte ein Bustransfer nach Hamburg.

Am Flughafen Hamburg seit 0 Uhr striktes Nachtflugverbot

Bleibt die Frage: Warum flog die ES-MBE nicht direkt von Nürnberg nach Hannover, sondern erst rund 100 Kilometer weiter, und drehte dann um? Denn zwischen 23 und 0 Uhr dürfen in Hamburg zwar verspätete Flüge landen. Aber als der A320 Neo von Marabu das erste Mal auf der Höhe von Hannover war, zeigte die Uhr schon etwa 0:28 Uhr an. Und ab 0 Uhr dürfen in Hamburg nur in Notfällen Flugzeuge landen, wenn sie eine Ausnahmegenehmigung haben.

«Flug DI6687 hatte eine Ausnahmegenehmigung für den Flughafen Hamburg, die jedoch knapp verpasst wurde», erklärt die Marabu-Sprecherin. «Eine Verlängerung dieser Ausnahmegenehmigung wurde von den Behörden leider nicht gestattet.»

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