Erster Dreamliner von Air India: Flüge als Training.

Dreamliner auf der Kurzstrecke

Eigentlich ist der neue Flieger von Boeing für Langstrecken gedacht. Air India setzt ihn im Nahverkehr ein - weil es sich rechnet.

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Auf der ganzen Welt ächzen Fluggesellschaften unter den hohen Kerosinpreisen. Doch in Indien haben die Airlines noch mehr Grund, sich über die Treibstoffkosten zu beklagen. Denn sie liegen rund 50 bis 60 Prozent höher als im internationalen Schnitt, weil die Bundesstaaten massive Umsatz- und Mehrwertsteuern auf Kerosin verlangen. Daher sieht Air India nun ganz neue Möglichkeiten für den Einsatz seines ersten Dreamliners. «Ein zentrales Merkmal des Flugzeuges ist die Treibstoffersparnis. Es braucht 20 Prozent weniger Kerosin als andere Flieger», sagte ein Manager der Airline der Nachrichtenagentur IANS Indo-Asian News Service. Darum wolle man den neuen Vorzeigejet von Boeing zuerst einmal vor allem auf Inlandstrecken einsetzen.

Offiziell ist noch nichts. Doch indische Medien berichten bereits ausführlich, auf welchen Routen die B787 schon bald im Einsatz sein wird. So soll sie etwa im Nahverkehr zwischen den beiden Metropolen Delhi und Mumbai eingesetzt werden - eine Distanz von gerade Mal 1200 Kilometern. Der Dreamliner ist ein Langstreckenflugzeug mit einer Reichweite von rund 14'000 bis 15'700 Kilometer. «Die Überlegung dahinter ist die große Nachfrage von Geschäftskunden und auch der Allgemeinheit» kommentierte der Manager den Schritt weiter. Auch für Flüge von Delhi in die Informatikmetropole Hyderabad ist der Dreamliner vorgesehen. Daneben will man den Flieger aber auch für Mittelstrecken einsetzen, etwa nach Singapur oder Dubai. Außerdem will Air India auf diesen Flügen auch das neue Flugzeug testen und die Crews schulen.

Große Bestellung

Air India orderte 27 B787 bei Boeing. Die Inder sind nach All Nippon Airways und Japan Airlines die dritte Airline, welche einen Dreamliner erhält. Die erste Maschine wird Ende Mai in Delhi erwartet nachdem die Auslieferung immer wieder verzögert worden war. Die staatliche Fluggesellschaft bietet im neuen Jet 256 Sitze an, davon 38 in der Business Class.

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