Airbus A320 Neo von Pan Am (Montage): Bald wirklich am Himmel zu sehen?

Pan Am 7.0Die legendäre Pan Am soll zurückkehren - mit Airbus A320 Neo

Ein Branchenveteran nimmt einen neuen Anlauf: Ed Wegel will Pan Am wieder in die Luft bringen. Bis es mit Airbus A320 Neo losgehen kann, sind aber noch einige Hürden zu überwinden.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Pan Am soll wieder (einmal) abheben, zumindest, wenn es nach Ed Wegel geht. Der Mitgründer von Pan American World Airways und Kopf hinter der Beratungsfirma Avi 8 Air Capital hat neue Details zum jüngsten Comebackversuch der Kultmarke vorgestellt. Und erstmals zeigt er auch, wie ein Airbus A320 Neo in Pan-Am-Farben aussehen könnte. Airbus habe eigens eine erste Grafik dafür erstellt, sagt der Branchenveteran in einem Beitrag auf dem Portal Linkedin.

Die künftige Flotte von Pan Am soll aus Airbus A320 Neo bestehen, «sobald die anhaltenden Lieferketten- und Triebwerksprobleme gelöst sind und die Behörden zustimmen», so Wegel. In seinem Beitrag erinnert er daran, dass die Fluggesellschaft nicht nur mit ikonischen Boeingmodellen wie der Boeing 707 oder der als Erstkundin eingeführten 747 Geschichte geschrieben hatte. Sie betrieb auch Airbus A300 und A310.

Pan Am hat Zulassungsprozess gestartet

Pan Am bestellte 1987 sogar 50 Airbus A320. Diese Order wurde später von Northwest Airlines übernommen, zahlreiche der Flugzeuge flogen nach deren Fusion bei Delta Air Lines weiter. Wegel siegt die Airbus-A320-Neo-Familie als das Modell, mit dem eine neue Pan Am langfristig wachsen könnte.

Dass die Pläne inzwischen weit über Gedankenspiele hinausgehen, bestätigen Pan American Global Holdings und Avi 8. Sie haben kürzlich den Zulassungsprozess bei der Luftfahrtbehörde FAA gestartet, ein eigenes Team zusammengestellt und den Hauptsitz in Miami vorgesehen. Pan Am soll als klassische Linienfluggesellschaft zurückkehren.

Der Mann hinter der neuen Pan Am kennt sich aus

Der Antrieb hinter diesem Projekt ist ein Mann, der den Luftfahrtmarkt USA seit Jahrzehnten kennt. Wegel verfügt über fast 40 Jahre Erfahrung in Management, Finanzierung und Betrieb von Airlines. Er war in leitenden Funktionen bei Atlantic Coast Airlines, BWIA International Airlines und Eastern Air Lines tätig und gründete 2019 Global Crossing Airlines, auch Global X genannt.

Dort begleitete er die Zulassung des Unternehmens, den Börsengang und den Aufbau einer Flotte von 15 Jets der Airbus A320-Familie. Er brachte den A321 F erstmals nach Nordamerika und führte Global X durch die Zertifizierung, die Iosa-Prüfung der Iata sowie die Zulassung als Third Country Operator bei der Easa.

Mittelstrecken weichen von Strategie der alten Pan Am ab

Wegel entwickelte laut Angaben von Avi 8 zudem zusammen mit einem Kollegen eine zwei Milliarden Dollar schwere Leasingplattform für Verkehrsflugzeuge, schrieb den ersten Geschäftsplan für Jetblue – inklusive der Entscheidung für Airbus A320 und den Standort New York-JFK und schuf Republic Airways mit einer Großbestellung von 80 Embraer ERJ 145.

Für die neue Pan Am ist der Griff zu Mittelstreckenfliegern ein Bruch mit dem früheren Langstreckenfokus. Aber einer, der heutigen Marktbedingungen entspricht. Die A320-Familie gilt als effizient, gut verfügbar und personell leicht zu betreiben, was den Start einer Airline erleichtert. Das ist in den USA wichtig. Wer sich hier behaupten will, kann dies kaum über die Flotte tun, sondern muss mit Marke, Streckennetz oder Produkt überzeugen.

Mittelstrecken weichen von Strategie der alten Pan Am ab

Dass der Markenname Pan Am eine besondere Anziehungskraft besitzt, zeigte sich schon oft – allerdings ohne nachhaltigen Erfolg. Gleich sechs Mal scheiterte der Versuch, Pan Am wiederzubeleben. Der bislang letzte Anlauf endete vor elf Jahren, noch bevor die damals geplanten Flüge ab Atlanta starten konnten. Nun wagt Wegel einen neuen Versuch, die Pan Am 7.0: mit einem bekannten Namen, einem vertrauten Flugzeugmodell und der Hoffnung, dass sich Geschichte diesmal nicht wiederholt.

Fundierte Recherchen, Einordnung und Unabhängigkeit: Unsere Fachredaktion kennt die Luftfahrt aus Interviews, Daten und Recherchen vor Ort. Für den Preis eines Kaffees im Monat unterstützen Sie diese Arbeit und lesen aeroTELEGRAPH ohne Werbung. Ihre Unterstützung macht den Unterschied. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Clipper Endeavour von Pan Am: Ihr Absturz veränderte die Luftfahrt für immer.

Mehr als 70 Jahre später: Wrack der Douglas DC-4 gefunden, deren Absturz die Luftfahrt veränderte

Catalina II im Flug: Pan American Airways System plant Luxus-Flüge.

Wiederauferstehung zweier Ikonen: Pan Am lässt Flugboot Catalina wieder fliegen

ticker pan am

Pan Am will Vielfliegerprogramm World Pass wiederbeleben

ticker pan am

Neue Pan Am sichert Finanzierung und arbeitet an Leasingvertrag für Airbus A320

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack