Die kleinsten Flugzeuge in der Flotte von Condor sind Airbus A320 mit je 180 Plätzen. Für bestimmte der neuen Städterouten der Fluglinie sind aber auch kleinere Flieger gut geeignet, wie es scheint. So wurde im Februar bekannt, dass die Fluggesellschaft im Sommer 2026 zwei Embraer E190 von German Airways samt Crews anmieten wird. Damit wolle man in der Hochsaison flexibler auf Nachfrageschwankungen reagieren und die Stabilität des Flugplans sichern, erklärte Condor zu der neuen Wet-Lease-Partnerschaft. Nun folgt eine weitere.
Wie eine Condor-Sprecherin gegenüber aeroTELEGRAPH bestätigte, wird die deutsche Fluggesellschaft von Mai bis Oktober zusätzlich auch zwei Embraer E190 der Schweizer Helvetic Airways samt Crews mieten. Diese Maschinen sollen die Flughäfen Frankfurt, Zürich, London-Gatwick, Mailand-Malpensa und Tbilisi ansteuern.
Wie sehen die Kabinen der Embraer E190 von Helvetic und German Airways für Condor aus?
Die Embraer E190 von Helvetic haben je 112 Plätze in 2-2-Konfiguration. Dabei entsteht durch das Freilassen des Nebensitzes eine flexibel große Business Class. In den Embraer E190 von German Airways gibt es dagegen keine freien Nebensitze. Allerdings sind diese Flugzeuge auch nur mit 100 Sitzen bestuhlt. Dabei sind die ersten drei Sitzreihen bei German Airways mit einem größeren Sitzabstand von 43 Zoll (109 Zentimeter) die Business Class.
Zum City-Streckennetz von Condor gehören die Flughäfen Frankfurt, Berlin, Hamburg, München, Paris, Mailand, Rom, Prag und Wien. Im Sommer 2026 kommen Barcelona, Budapest und Venedig hinzu, zudem erhöht die Fluglinie einige Frequenzen.
Im Sommer braucht Condor mehr eigene Kapazität für Ferienflüge
Zudem ist im Sommer Condors klassisches Ferienfluggeschäft deutlich größer als im Winter. Daher braucht sie ihre eigenen Flugzeug vermehrt für solche Routen, während die kleineren Flieger von German Airways und nun auch Helvetic Airways in Städtenetz übernehmen.
Die Schweizer Airline gehört dem Unternehmer Martin Ebner. Helvetic Airways bietet vereinzelt auch Linienflüge an und fliegt im Wet-Lease auch für die Lufthansa-Gruppe, vor allem für die Schweizer Tochterairline Swiss.
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