Boeing 737 von GP Aviation: Der Chef der Airline wurde verhaftet.

LuftverkehrssteuernChef von GP Aviation verhaftet – Deutschland wirft ihm mutmaßliche Straftaten in 50 Fällen vor

Der Gründer der bulgarischen Fluggesellschaft mit Schweizer Wurzeln wurde festgenommen. Die deutsche Justiz wirft dem Chef von GP Aviation vor, Luftverkehrssteuern in Millionenhöhe nicht ordnungsgemäß abgeführt zu haben.

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Es passierte am 15. April in Gyueshevo. Über den Grenzübergang wollte der Chef einer Fluggesellschaft aus Nordmazedonien nach Bulgarien einreisen. Doch er wurde von der Polizei aufgehalten. Denn die deutschen Behörden fahndeten seit Januar mit einem internationalen Haftbefehl nach dem Manager. Ihm wird von der Justiz in Deutschland vorgeworfen, Luftverkehrssteuern in Höhe von mindestens neun Millionen Euro nicht ordnungsgemäß abgeführt zu haben.

Bulgarien hat den schweizerisch-italienischen Bürger inzwischen nach Deutschland ausgeliefert, wie mehre bulgarische Medien berichten. Ein Gericht genehmigte die sofortige Verlegung. Dort erklärte er sich laut bulgarischen Medien freiwillig mit der Auslieferung einverstanden. Mehrere Quellen bestätigten aeroTELEGRAPH, dass es sich um den Gründer von GP Aviation handelt.

Festnahme an Grenze zu Nordmazedonien

Laut Gerichtsdokumenten, über die bulgarische Medien berichten, geht es um mutmaßliche Straftaten in 50 Fällen zwischen Januar 2021 und Februar 2025, schreibt das bulgarische Portal Dir. GP Aviation reagierte auf eine Bitte um Stellungnahme bisher nicht.

Nicht in allen Ländern funktioniert die Abrechnung der Luftverkehrssteuer gleich. Teilweise werden Steuern automatisch über Buchungssysteme oder Handlingagenten abgeführt, teilweise müssen die Airlines selbst tätig werden und steuerlich registriert sein - wie in Deutschland. Wie es genau zu den von den deutschen Behörden geltend gemachten mutmaßlichen Ausständen bei GP Aviation kam, ist nicht klar. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung

GP Aviation verbindet Kosovo mit Deutschland

GP Aviation ist eine bulgarische Fluggesellschaft mit Sitz in Sofia. Operativ konzentriert sie sich allerdings stark auf Pristina. Von dort aus verbindet sie vor allem Ziele in Deutschland, der Schweiz und weiteren europäischen Ländern und richtet sich insbesondere an die kosovarisch-albanische Diaspora.

Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als schweizerisch geführte Firma - viele Funktionen sitzen denn auch in Zürich. Die Flotte besteht aus drei Boeing 737-400. Hinzu kommen mehrere Wet-Lease-Jets.

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