Ein modernes Flugzeug, das monatelang unbewegt am Vorfeld steht – genau das war bei Austrian Airlines Realität. Weil Ersatztriebwerke fehlten, blieb ein Airbus A320 Neo mit dem Kennzeichen OE-LZP rund ein Jahr lang in Wien abgestellt. Die Geschichte des A320 Neo ist bei AUA ohnehin eine mit vielen Unterbrechungen.
Seit der Auslieferung des ersten A320 Neo sind rund dreieinhalb Jahre vergangen – immer wieder gab es Probleme. Im April 2024 rollte die OE-LZQ und damit das dritte der insgesamt fünf gelieferten Exemplare rückwärts gegen eine Fluggastbrücke am Flughafen Wien. Der Jet wurde dabei stark beschädigt und musste fast ein Jahr lang aufwändig von Airbus-Technikern repariert werden. Und das nach nur zehn Monaten Einsatz.
Lange war offen, wie lange der Airbus A320 Neo geparkt bleibt
Die OE-LZP, im Juni 2023 ausgeliefert und auf den Namen Kalkalpen getauft, wurde in der Folge im Februar 2025 in Wien eingemottet – bis zur Ankunft neu überholter Triebwerke. Der damalige Operativchef Francesco Sciortino erklärte gegenüber aeroTELEGRAPH, die Abstellung sei nach Herstellervorgaben für maximal zwei Jahre vorgesehen. Wann die OE-LZP wieder regulär fliegen würde, war damals offen, abhängig von der Versorgungslage in den Triebwerkwartungsanlagen und von Lufthansa Group, die die Verteilung der Triebwerke zentral steuert. Zudem sollten die Motoren der anderen A320 Neo kontinuierlich durchgewechselt werden, um die Vorgaben zu erfüllen.
Austrian Airlines kann auf Wet-Lease-Flugzeug verzichten
Nach fast einem Jahr Standzeit hat Austrian Technik nun mit der Reaktivierung der OE-LZP begonnen. Der Prozess dauert einige Wochen und umfasst den Einbau zweier überholter PW1127G-Triebwerke von Pratt & Whitney. Gelingt alles wie geplant, könnte der A320 Neo nach rund einem Jahr Pause bald wieder in den regulären Flugbetrieb zurückkehren. Der kostspielige Wet-Lease-Ersatz für die ausgefallene Maschine würde unnötig.
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