Im Stil und Auftreten unterscheidet sich der neue ungarische Ministerpräsident Péter Magyar deutlich von seinem Vorgänger Viktor Orbán. Während der abgetretene Premier über Jahre einen konfrontativen, nationalkonservativen Kurs gegenüber der EU verfolgte und seine Macht stark zentralisierte, präsentiert sich Magyar als konservativer, aber proeuropäischer Reformer, der Transparenz, institutionelle Kontrolle und eine Annäherung an Brüssel betont.
Symbolträchtig ließ er Absperrungen rund um Orbáns frühere Amtsräume entfernen und öffnete Teile des Regierungssitzes für die Öffentlichkeit. Es ist ein bewusster Bruch mit dem abgeschotteten Regierungsstil seines Vorgängers.
Austrian Airlines statt Regierungsflugzeug
Symbolträchtig ist ebenfalls seine Art zu reisen. Auf seiner ersten Auslandsreise als Ministerpräsident setzt Magyar nicht auf Regierungsflieger oder Privatjet, sondern reist mit einem Linienflug von Austrian Airlines. Der neue Regierungschef Ungarns besuchte am Dienstag (19. Mai) Polen und flog dafür über Wien nach Krakau.
Auf Facebook veröffentlichte Magyar Bilder der Reise. Darauf ist zu sehen, wie er gemeinsam mit Außenministerin Anita Orbán an Bord eines Flugzeugs der österreichischen Lufthansa-Tochter sitzt. Von Krakau aus ging es laut Magyar mit dem Zug weiter nach Warschau. Von dort fliegt er dann wiederum am Mittwoch (20. Mai) weiter nach Wien. Und dort wird er den Zug nach Budapest nehmen.
Orbáns Reisegewohnheiten sorgten für Kritik und Misstrauen
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