Blick aus einer ATR 72 von Braathens: Nun nicht mehr für Austrian Airlines im Einsatz.

ATR 72 im Wet-LeaseAustrian Airlines wirft Braathens raus - und das sofort

Seit Sommer 2024 flog die schwedische Fluglinie Braathens mit ATR 72-600 für Austrian Airlines. Infolge der Insolvenz der Schwester Braathens International Airways beendet Austrian Airlines ab sofort die Zusammenarbeit. Das hat Folgen für den Flugplan - und für andere Fluglinien der Lufthansa-Gruppe.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Eigentlich war Austrian Airlines mit Wet-Lease-Partner Braathens voll zufrieden, wie das Management der Lufthansa-Tochter stets wissen ließ. Zu Jahresbeginn wurde der bestehende Vertrag bis März 2027 verlängert, damit Austrian weiterhin mit Braathens ATR 72 Routen bedienen kann, die mit größeren Flugzeugen nicht wirtschaftlich zu betreiben sind.

«Wir sind sehr zufrieden, die Kolleginnen und Kollegen machen einen guten Job, die Maschinen sind zuverlässig, pünktlich und die Airline hilft uns sehr dabei, die Sommerspitzen abzudecken», sagte etwa Austrians damaliger Operativchef Francesco Sciortino im Herbst 2024 im Gespräch mit aeroTELEGRAPH. «Wir werden noch länger mit Braathens zusammenarbeiten, zumindest solange beide Seiten mit dem Deal zufrieden sind.»

Austrian Airlines verweist auf Insolvenz der Schwester

Doch nun gibt es eine radikale Wendung: Austrian hat die Wet-Lease-Verträge mit Braathens mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Als Begründung gibt die Fluglinie an, dass Wet-Lease-Partner Braathens Regional Airways indirekt von der Insolvenz der Schwestergesellschaft Braathens International Airways betroffen sei, die Ende September bekannt wurde. «Austrian Airlines stand seither in engem und kontinuierlichem Kontakt mit Braathens Regional Airways und hat die daraus resultierenden Entwicklungen engmaschig beobachtet und bewertet.»

ATR 72 von Braathens: War bis jetzt für Austrian Airlines unterwegs.

So habe sich gezeigt, «dass sich der Wet-Lease-Partner infolge der Insolvenz der Schwestergesellschaft in einem operativen Veränderungsprozess befindet», schreibt Austrian Airlines. «Infolgedessen konnten wesentliche Bewertungsparameter im Zuge der Evaluierung nicht mehr belastbar beurteilt werden.» Vor diesem Hintergrund erfülle Braathens Regional Airways nicht mehr die Wet-Lease-Standards von Lufthansa Group, «wodurch bedauerlicherweise eine stabile Grundlage für eine operative Partnerschaft derzeit nicht mehr gegeben ist», so die Österreicher. Die Wet-Lease-Kooperation werde daher mit sofortiger Wirkung aufgelöst und die Zusammenarbeit bis auf Weiteres ausgesetzt.

Zuletzt drei ATR 72 zur zwölf Austrian-Zielen im Einsatz

Im aktuellen Winterflugplan wurden laut Austrian Airlines bisher drei ATR-72-600 von Braathens Regional Airways zu insgesamt zwölf Destinationen eingesetzt. Um den Ausfall nun möglichst gut kompensieren zu können, werden Flugzeuge der Lufthansa-Gruppe als Ersatz zum Einsatz kommen. «Für alle noch heute, Montag 15. Dezember 2025 mit Braathens geplanten Wet-Lease-Flüge wurden bereits Alternativen gefunden, sodass die Flüge bedient werden können», schreibt Austrian Airlines am Nachmittag.

Zu informierte Austrian die Fluggäste über die Zusammenarbeit, die nun abrupt endet.

«Zum aktuellen Zeitpunkt werden erforderliche, kurzfristige Anpassungen im Austrian-Airlines-Flugplan für die kommenden Tage sowie für die nächsten Wochen vorgenommen.» Während manche Strecken in einer Übergangsphase kurzfristig ausgesetzt oder Frequenzen reduziert würden, könnten andere Verbindungen zum Teil entweder mit der Austrian-Airlines-Flotte, von Edelweiss oder «anderen Lufthansa Group nahen Partnern bedient werden».

Austrian Airlines arbeitet an einer Lösung für 2026

An einer größeren Lösung arbeitet die Fluglinie gerade. «Für die Bedienung der Strecken ab Anfang 2026 beziehungsweise für den Sommerflugplan 2026 gibt es unterschiedliche Optionen, die in einem nächsten Schritt für mittel- beziehungsweise langfristige Flugplan-Anpassungen noch geprüft werden», teilt Austrian Airlines mit.

Mehr zum Thema

Boeing 787 von Austrian Airlines: Die Flotte wird wachsen.

Austrian Airlines muss auf dritten Dreamliner warten

ticker lufthansa group

Lufthansa und Austrian Airlines legen zusätzliche Langstreckenflüge auf

ticker lufthansa group

Lufthansa Group verlängert Flugstopp zu vielen Zielen in Nahost

ticker-austrian

Austrian Airlines legt bei Umsatz und Betriebsgewinn leicht zu

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack