Boeing 747-400 von Air India: Zu tiefe Preise.

Air India auf der Intensivstation

Die indische Staatsairline kann die Löhne nicht mehr zahlen. Sie überlebt fast nur dank staatlichen Zuschüssen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Auf mehr als neun Milliarden Dollar wird der Schuldenberg schon geschätzt. Und kleiner wird er so schnell nicht. Alleine dieses Jahr fliegt Air India gemäß Schätzungen einen Verlust von 1,5 Milliarden ein. Schuld daran war ein zehntägiger Pilotenstreik im Frühjahr, aber vor allem auch die brutale Konkurrenz. Um nach der Arbeitsniederlegung bei den Kunden Vertrauen zurückzugewinnen, senkte die staatliche Fluggesellschaft die Preise um 15 bis 20 Prozent, wie die Financial Times schreibt. Angesichts der gestiegenen Kerosinpreise sei das fatal. Air India spiele ein tödliches Spiel, so ein Branchenexperte gegenüber dem Blatt.

Die indische Fluggesellschaft kämpft denn auch ums Überleben - quasi täglich. «Jedes Monatsende um Mitternacht fahre ich zum Haus von Finanzminister Pranab Mukerjee. Er fragte mich jeweils: ‹Warum bist du hier?›. Und ich antworte ihm, ‹ich brauche 200 Rupien›», erzählte kürzlich Luftfahrtminister Vayalar Ravi der indischen Zeitung Headlines Today. Ihm wird gemeinhin der härteste Job in Indien nachgesagt: Die Sanierung der Airline. Derzeit sei die Ertragslage noch so schlecht, dass die Regierung die Löhne bezahlen müsse. Nun versucht er, die Kosten zu senken. Zugleich hat er dieser Tage mit der Emission einer Anleihe Geld einnehmen können, welches über die ärgsten Engpässe hinweghilft.

Gravierende Fehler

Doch die Sünden der Vergangenheit lasten schwer auf Air India. Der Comptroller and Auditor General - Indiens Rechnungsprüfer - hatte Anfang September gravierende Managementfehler bei Air India als Wurzel der Misere ausgemacht. Die Entscheidung aus dem Jahre 2005, 111 Flugzeuge zu kaufen, sei ein «Rezept zur Katastrophe» gewesen, so der Prüfer. Die Flottenerweiterung sei schuld am massiven Anstieg der Verschuldung. Zugleich kritisierte der Comptroller die Fusion mit der Inlandgesellschaft Indian Airlines. Der Zeitpunkt dazu sei schlecht gewählt gewesen. Die finanziellen Folgen des Zusammengehens seien vorgängig nicht richtig geprüft worden.

Mehr zum Thema

In Dehli wird ein Straßenhund vermisst: Das ist einer von zahlreichen Tweets.

Der Flughafen Delhi hat ein Problem mit bissigen Straßenhunden

Airbus A320 Air India Delhi

Indische Flughäfen müssen Gebühren für Inlandsflüge um ein Viertel senken

embraer e175

Warum Embraer in Indien keine E2-Jets bauen wird

Airbus A321 Neo von Aegean Airlines: Die Airline erwartet 19 Airbus-Flugzeuge in den kommenden Jahren.

Aegean Airlines will in den nächsten drei Jahren um 19 Flugzeuge wachsen

Video

condor flughafen zeichnen
Wer am Flughafen warten muss, kann einen künstlerischen Zeitvertreib ausprobieren. Zeichner Kevin Zych gibt eine kurze Videoanleitung dafür.
Timo Nowack
Timo Nowack
erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies